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Wuppertaler Engels-Haus öffnet am 11. September wieder

Mit freiem Eintritt und Kunstprojekt : Engels-Haus öffnet am 11. September wieder

Das Veranstaltungsjahr der Stadt Wuppertal zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels wird nach einer Corona-bedingten Unterbrechung mit einem Höhepunkt fortgesetzt: Am 11. September 2021 (Samstag) um 10 Uhr erfolgt in Anwesenheit von Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens) die offizielle Wiedereröffnung des umfangreich sanierten Engels-Hauses mit der neuen Dauerausstellung zu Leben und Werk Friedrich Engels‘.

Verbunden wird die Eröffnung mit der Enthüllung des internationalen Kunstprojektes „Inside Out Engels“. Dafür wird die Frontfassade des historischen Gebäudes ab dem Vortag (Freitag, 10. September), komplett verhüllt: Auf einem 10x16 Meter großen Banner wird ein Mosaik aus individuellen Schwarz-Weiß-Porträtfotos von 200 Wuppertalerinnen und Wuppertalern zu sehen sein, die dem berühmtesten Sohn der Stadt Wuppertal zum 200. Geburtstag gratulieren. Zur Museumseröffnung am 11. September fällt das Banner und gibt den Blick auf das restaurierte Engels-Haus frei.

Wuppertalerinnen und Wuppertalern wird am gesamten Eröffnungswochenende die Chance eingeräumt, das Engels-Haus in kleinen Gruppen kostenfrei zu besichtigen: am Samstag (11. September) ab dem frühen Nachmittag bis 18 Uhr und am Sonntag (12. September), von 10 bis 18 Uhr. Dazu sind Buchungen für feste Zeittaktungen ausschließlich über das Ticketsystem www-wuppertal-live.de notwendig. Karten für das Eröffnungswochenende können ab 4. September 2021 gebucht werden: hier klicken!

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„Ich freue mich sehr darüber, dass das Engels-Haus nun endlich seine würdige Eröffnungsveranstaltung erhält. Denn bei dem Gebäude handelt es sich um ein einmaliges Referenzobjekt für den Denkmalschutz in Deutschland. Und gleichzeitig soll es nicht nur ein Ort des Blicks zurück in die Geschichte sein, sondern auch dazu anregen über die Aktualität des Wirkens und Denkens von Friedrich Engels zu diskutieren“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. „Ein großer Dank gilt dem Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW), der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie dem Architekturbüro Hebgen und den zahlreichen beteiligten Spezialfirmen und Gewerken. Nachdem wir mit den Preview-Terminen seit Anfang Juni vorerst nur einem kleinen Publikum den Zugang zum Engels-Haus ermöglichen konnten, bin ich froh, dass das Museum nun für die breite Öffentlichkeit geöffnet wird.

„Mit unserer Teilnahme am ,Inside Out Project‘ (IOP) holen wir eine der größten partizipativen Kunstaktionen der Welt nach Wuppertal. Damit erzeugen wir eine bildgewaltige Aufmerksamkeit für die Person Engels und schaffen eine Verbindung zwischen den Wuppertaler Bürgern und dem Engels-Haus“, erklärt Kulturdezernent Matthias Nocke. Dadurch werde das Engelsjahr auf eine neue Wahrnehmungsebene gehoben: „Nicht nur hier vor Ort in Wuppertal, sondern weltweit verschafft es 200 Botschaften aus der Stadt internationales Gehör. Das Engels-Haus wird zum Erinnerungsort in unseren Köpfen, auch wenn das Engelsjahr vorbei und das Kunstwerk abgebaut ist.“

„Friedrich Engels in die heutige Zeit transformiert – das macht neugierig auf die neu konzipierte Dauerausstellung im Engels-Haus. Die Schau zeigt Leben und Werk des berühmtesten Sohns Wuppertals und gibt einen faszinierenden Einblick in die bürgerliche Alltagskultur der pietistischen Unternehmerfamilie Engels. Das Museum bietet einerseits Informationen über Engels‘ Lebensgeschichte als Unternehmer, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus und Zeitzeuge des 19. Jahrhunderts. Andererseits wird das Engels-Haus selbst als spannendes Exponat präsentiert“, verrät Museumsdirektor Dr. Lars Bluma. Die neue Dauerausstellung wurde von dem renommierten Gestaltungsbüro „Space4“ in Szene gesetzt. Kuratiert wurde die Ausstellung von Heike Ising-Alms, Thorsten Dette (Leiter des Stadtarchivs Wuppertal) und Dr. Lars Bluma.

200 Menschen aus Wuppertal werden anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Engels zu einem Gesamtkunstwerk, das ist die Idee hinter dem partizipativen Projekt von Kuratorin Valentina Manojlov. „Es geht darum, Friedrich Engels ins Hier und Jetzt zu holen – ihn in einen modernen, zeitgenössischen Kontext zu setzen, die Aufmerksamkeit aller Generationen und das altersübergreifende Interesse daran zu wecken, sich mit der Person Engels und der Frage, was er heute bedeutet und wer er heute wäre, auseinanderzusetzen“, erläutert Engelsjahr-Projektgeschäftsführer Christoph Grothe.

Bevor zur offiziellen Eröffnung des Engels-Hauses am 11. September das Banner mit den 200 Schwarz-Weiß-Porträtfotos fällt, findet im Engelsgarten eine Veranstaltung mit Moderator Thomas Braus sowie Auftritten des Royal Street Orchestra und des AGORA-Projektes aus Wuppertal-Oberbarmen statt. Corona-bedingt findet diese Eröffnungsveranstaltung nur mit geladenen Gästen und mit den Projektteilnehmenden statt.