Mit dabei waren Dr. Philipp Nagl (Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO), Christian Hirte (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr) und Oliver Krischer (Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen).
In den Abendstunden werden die Oberleitungen auf der Strecke für fünf Monate abgeschaltet. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10. Juli auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz.
Dr. Philipp Nagel: „Mitten in Nordrhein-Westfalen bündeln wir auf einer der wichtigsten Nah- und Fernverkehrsachsen ein ambitioniertes Bauvolumen und erneuern dabei Gleise, Weichen und Oberleitung. Ein besonderes Augenmerk legen wir zudem auf zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen.“
Klar sei auch, so Nagel: „Diese Sanierung wird ein echter Kraftakt – sowohl für unsere Bauteams als auch für die betroffenen Reisenden, Anwohnenden und Unternehmen. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen und dafür sorgen, dass die Infrastruktur wieder ein Stück robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“
Während der Zeit der Generalsanierung erneuert die DB InfraGO nach eigenen Angaben zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie instand. Zusätzlich bauen die Teams knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke,
Bei den Bahnhöfen stünden insbesondere die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen im Fokus, heißt es. „Neben den großen Bahnhöfen wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof profitieren auch kleinere Stationen wie beispielsweise Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen werden auch über den Zeitraum der aktuellen Bauphase hinaus bis Ende 2027 fortgesetzt“, heißt es.
Ziel der fünfmonatigen Bauphase sei es, „die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren“.
Während der Generalsanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Fernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz.
Die Fernverkehrszüge werden während der Bauarbeiten grundsätzlich zwischen Köln und Dortmund via Düsseldorf und Essen umgeleitet oder entfallen auf dem Teilabschnitt zwischen Köln und Dortmund. Die Halte an den Hauptbahnhöfen Wuppertal, Solingen und Hagen komplett.