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Urbane Oasen in Wuppertal: Hier herrscht grüne Wildnis nach Plan

Serie „Urbane Oasen“ : Hier herrscht grüne Wildnis nach Plan

Ein grünes Kleinod im Hinterhof inmitten der Stadt, ein farbenprächtiges Blütenmeer auf dem Balkon oder ein verwunschener Garten – in unserer Serie „Urbane Oasen“ sind die grünen Daumen der Leserinnen und Leser gefragt. Heute zeigt Judith Rempen ihr botanisches Juwel an der Grenze zu Neviges.

Schon die Anfahrt zu Judith Rempens „urbaner Oase“ ist ein botanisches Abenteuer. Der zunächst asphaltierte Stürmannsweg wird zur Schotterpiste, ringsherum Felder, sattgrüne Wiesen und blühende Butterblumen. Ganz am Ende des schmalen Weges liegt ein im Fachwerk erbauter Hof.

Gleich hinter dem 100 Jahre alten Gebäude befindet sich ihr grünes Paradies. Eine Wildkräuterwiese, ein Gemüsebeet mit Erdbeeren, Möhren, Rucola und vielem mehr, wildwachsender Bärlauch, Kornblumen, Farne, eine natürliche Hecke aus Brennnesseln und Brombeeren, eine riesige Esche und eine Wasserstelle, die von Rehen, Enten, Fröschen und einem Fischreiher besucht wird  – die Vielfalt der verschiedenen Elemente in ihrem Garten ist beeindruckend.

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Und verbunden mit viel Arbeit. „Auf diesem Hof bin ich aufgewachsen, habe zwischendurch auch an anderen Orten gewohnt, bin aber seit 20 Jahren nun wieder hier. So lange schon gestalte ich auch den Garten. Arbeit gibt es hier immer, täglich rund eine Stunde“, sagt die Mitinhaberin der Wuppertaler Modelagentur „Karaktere“.  Ihren Garten gestaltet sie nach dem Prinzip der Permakultur. Die Methode, auf diese Art einen Garten zu betreiben, basiert auf einem nachhaltigen Konzept:  Natürliche Ökosysteme und Kreisläufe in der Natur werden dabei genau beobachtet und nachgeahmt. „Ich bezeichne meinen Garten als organisierte Wildnis. Ich bin zwar täglich hier beschäftigt, aber dennoch ist ein Perma-Garten relativ pflegeleicht, denn er erhält sich von selbst, dadurch wie er angelegt ist“, erklärt die Mutter eines 16-jährigen Sohnes.

  Auszeit im Garten: Judith Rempen und Hündin Emma genießen die Sonne.
Auszeit im Garten: Judith Rempen und Hündin Emma genießen die Sonne. Foto: Simone Bahrmann

Auf Nachhaltigkeit legt Judith Rempen besonders Wert und rettet immer wieder Pflanzen aus Discountern: „Ich nehme die oftmals leider schon vertrockneten Blumen gerne mit und gebe ihnen in meinem Garten eine Chance. Und sie erholen sich wirklich wieder und blühen erneut.“

Und jetzt sind Sie an der Reihe! Laden Sie uns auf Ihren Hof, in den Garten oder auf den Balkon ein und zeigen Sie uns Ihre urbane Oase. Sie erreichen uns per Mail an redaktion@wuppertaler-rundschau.de (Betreff: „Urbane Oase“) oder per Telefon unter der Rufnummer 0202 / 271 44 31.

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