1. Lokales

Jahresabschluss 2020: Wuppertaler GWG mit Gewinn und weniger Leerstand

Jahresabschluss 2020 : GWG mit Gewinn und weniger Leerstand

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal (GWG) hat das Wirtschaftsjahr 2020 nach eigenen Angaben mit einem Gewinn in Höhe von 1,9 Millionen Euro abgeschlossen, 2019 waren es 1,7 Millionen Euro. Gegenüber dem Plan habe sich eine Verbesserung von 830.000 Euro ergeben.

Die GWG ist eine 95-prozentige städtische Tochter. Als größte Vermieterin in Wuppertals besitzt sie derzeit rund 5.600 Wohnungen, davon 120 Senioren-Service-Wohnungen. Außerdem vermietet sie rund 40.000 Quadratmeter Gewerbefläche. Zum Jahresende standen rund 2,9 Prozent (2019: 3,3 Prozent) der GWG-Wohnungen leer. „Dies entspricht einer Verbesserung von über 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt der Anteil leerstehender Wohnungen im Bestand der GWG deutlich unter dem gesamtstädtischen Wert (2019: 5,3 Prozent). Eine weitere Senkung des Leerstands ist für die nächsten Jahre geplant“, kündigt das Unternehmen an.

Rund 12,6 Millionen hat die GWG 2020 für sonstige betriebliche Aufwendungen, Personal und Zinsen ausgegeben – im Vorjahr waren es rund 12,4 Millionen Euro. „Der Anstieg resultiert insbesondere aus zusätzlichen Aufwendungen für Digitalisierungsprojekte“, heißt es. Die Umsätze aus der Hausbewirtschaftung haben sich von 36,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 36,6 Millionen Euro in 2020 leicht erhöht. „Dadurch ist auch das Rohergebnis (21,91 Millionen Euro in 2020) im Vergleich zum Vorjahr (21,65 Millionen Euro) leicht gestiegen. Die Eigenkapitalbasis konnte weiter ausgebaut werden. Trotz des Bilanzsummenwachstums blieb die Eigenkapitalquote (rund 25,4 Prozent) daher annähernd gleich“, so die GWG.

  • Zukunftspläne für den Zoo : Gewinn für unsere Stadt
  • Symbolfoto.
    FDP-Fraktion : Schnellladesäulen auch in Wuppertal
  • Helge Lindh.
    Förderung des Bundes : Breitbandausbau: Fast 15 Millionen Euro für Wuppertal

In den nächsten zehn Jahren will die GWG nach eigenen Angaben rund 189 Millionen Euro in den Wohnstandort Wuppertal investieren. „Hiervon entfallen rund 176 Millionen Euro auf nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im Bestand.“ Hinzu kämen „gezielte Neubauprojekte, die dazu dienen, den Gesamtbestand aufzufrischen und neue Angebote für die rege Nachfrage in Wuppertal zu schaffen“. 2020 wurden neben dem Umbau und der Erweiterung von Flächen für eine Tagespflegeeinrichtung in der Heckinghauser Straße verschiedene Giebel und Fassaden sowie Dächer im Bestand erneuert. Zudem wurden insgesamt 171 Wohnungen modernisiert. Außerdem wurde der Um- bzw. Ausbau der Lise-Meitner-Straße begonnen. Die Flächen sind im Mai 2021 übergeben worden.

Die Planung für die Großmodernisierung Wuppertaler Hof wurde abgeschlossen. Hier sollen moderne, kundenfreundliche Büroflächen für den Stadtkonzern entstehen, die auch einen Einstieg in die „Arbeitswelten 4.0“ ermöglichen. Die Rohbauarbeiten für das „heidter carré“ sind im Gange. An der Untere Lichtenplatzer Straße entsteht das erste Neubauvorhaben der GWG seit Ende der 1990er Jahre. Auf dem verbliebenen Grundstück der ehemaligen Bremme-Brauerei in Heckinghausen werden 30 barrierefreie Wohnungen mit einer Kindertagesstätte kombiniert.