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Nevigeser Straße in Wuppertal: Neue Sporthalle für 11,6 Millionen Euro

Elberfeld : Nevigeser Straße: Neue Sporthalle für 11,6 Millionen Euro

Beim Bau der neuen Dreifach- und Einfachsporthalle an der Nevigeser Straße sind nach Angaben der Stadt Wuppertal sowohl der Zeitplan als auch die Kosten eingehalten worden. Nach den Sommerferien haben die Gesamtschule Uellendahl-Katernberg und die Grundschule Kruppstraße damit ihre eigene Sporthalle. Und auch für den Vereinssport tun sich neue Möglichkeiten auf.

Nach der Übergabe des Gebäudes am Mittwoch (26. Mai 2021) an Oberbürgermeister Uwe Schneidewind durfte allerdings zunächst der Sportausschuss die Räume für seine Sitzung nutzen. Ein paar Kleinigkeiten wie die Küche und einige Trennwände in den Umkleiden für die Lehrkräfte fehlen noch, aber bis zum Beginn des Schuljahres wird alles für die künftige Nutzung bereit sein. Der Oberbürgermeister zeigte sich hocherfreut: „Jetzt müssen die Kinder und Jugendlichen nicht mehr mit dem Bus nach Velbert oder zum Röttgen fahren, sondern finden hier vor Ort, ebenso wie die Vereine, exzellente Voraussetzungen für ihre sportlichen Aktivitäten vor.“

Die Planung für das neue Gebäude basiert auf einem Raumkonzept, das mit den beiden Schulleitungen abgestimmt wurde. Für einzelne Sportarten wurden die Rahmenbedingungen gezielt und deutlich verbessert. So verfügt die Sporthalle über einen für den Rollsport geeigneten Boden und berücksichtigt die besonderen technischen Anforderungen des Fechtsports. Veranstaltungen mit bis zu 100 Gästen sind möglich. Mit Blick auf den inklusiven Sportunterricht werden zwei der acht Umkleiden barrierefrei hergerichtet. Vier der 40 Stellplätze stehen Menschen mit Behinderung zur Verfügung.

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Wie ein Steg ins Wasser schiebt sich das Gebäude fast sieben Meter mit einem Schulungs- und Besprechungsraum in die etwa neun Meter tiefer gelegene Nevigeser Straße. Unter diesem markant ins Auge fallenden Überhang befindet sich der fußläufige Haupteingang, der über das Treppenhaus und einen öffentlich zugänglichen Aufzug sowohl die Sporthalle als auch das gesamte Plateau oberhalb der Nevigeser Straße barrierefrei erschließt. Die Zufahrt mit dem Fahrzeug erfolgt weiter nördlich in Höhe des dort entstandenen Discounters. Diesen verbindet ein im Osten der Sporthalle verlaufender Fußweg mit dem Wohngebiet am Kuckelsberg.

Das Gebäude mit seinen insgesamt fast 3100 Quadratmetern Brutto-Grundfläche hat einen Sockel aus dunklem Klinker. Die oberen Hallenbereiche lassen sich an gedämmtem, mit grünlichem Vlies hinterlegtem Profilglas ablesen. Das Gebäude wurde im Passivhausstandard errichtet, der über die Anforderungen der Energieeinsparverordnung hinausgeht. Die Dächer der Einfachhalle sowie der Umkleide- und Erschließungstrakte – und damit 50 Prozent der Dachfläche – werden begrünt. Die kurze Bauzeit (der Grundstein war im Dezember 2019 gelegt worden) wurde unter anderem durch die Verwendung von vorgefertigten Bauteilen (Systemmodulen) ermöglicht. Für Mirja Montag, Betriebsleiterin des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal (GMW), ist eines besonders wichtig: „Ich bin sehr stolz darauf, dass die Sporthalle komplett von Beschäftigten des GMW entworfen wurde. Diese Kompetenz ist wichtig für das GMW.“ Bilder:

Die Baukosten von 11,6 Millionen Euro werden mit 10,16 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ vom Land Nordrhein-Westfalen und der NRW.BANK sowie mit 1,44 Millionen Euro aus der Bildungspauschale des Landes finanziert. Die Einrichtungskosten in Höhe von 125.000 Euro werden aus der Sportpauschale des Landes bestritten.

Für den Bau der Sporthalle war ein komplexer Ringtausch notwendig: Der Wuppertaler Sportverein (WSV) zog mit seiner Jugendabteilung zum Stadion am Zoo um, wo aus den Mitteln des Grundstücksverkaufserlöses nicht nur der Stadionnebenplatz saniert, sondern auch die denkmalgeschützte Turnhalle modernisiert wurde und nunmehr als Nachwuchsleistungszentrum genutzt wird. Darüber hinaus hat der Sportplatz Nocken einen Kunstrasen erhalten und wurde für den Schulsport ertüchtigt. Und für die Katernberger konnte ein Lebensmittel-Discounter auf dem ehemaligen Sportplatzgelände errichtet werden.