„Das Wohl der Kinder muss im Mittelpunkt stehen. Wer die Realität in unseren Grundschulen kennt, weiß, dass viele Kinder bei der Einschulung noch nicht über die sprachlichen Voraussetzungen verfügen, die für einen erfolgreichen Schulstart notwendig sind. Genau hier setzen die ABC-Klassen an. Sie sind kein Angriff auf die Kitas, sondern ein zusätzliches Angebot zur Förderung von Kindern“, so Patricia Wefers, Leiterin des Forums „Schule und Bildung“ der CDU Wuppertal.
Die CDU könne die Sorgen vieler Kita-Träger hinsichtlich ihrer finanziellen Ausstattung nachvollziehen. Es sei jedoch falsch, daraus einen Gegensatz zwischen Kitas und ABC-Klassen zu konstruieren: „Nordrhein-Westfalen braucht starke Kitas und starke Schulen. Beides gegeneinander auszuspielen hilft niemandem – am wenigsten den Kindern“
Die Landesregierung habe deutlich gemacht, „dass die Sprachförderung in den Kitas fortgeführt und weiterentwickelt wird. Gleichzeitig sollen Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf vor der Einschulung gezielt unterstützt werden. Das ist sinnvoll und verantwortungsvoll.“
Wefers verweist darauf, dass Schulen seit Jahren auf wachsende Defizite bei den sprachlichen, motorischen und sozial-emotionalen Vorläuferkompetenzen vieler Kinder hinweisen würden: „Wer Bildungsgerechtigkeit ernst nimmt, darf nicht warten, bis Probleme in der ersten Klasse sichtbar werden. Frühzeitige Förderung ist der richtige Weg. Genau deshalb sind die ABC-Klassen ein wichtiger Baustein für bessere Bildungschancen.“
Die Wuppertaler CDU begrüße „ausdrücklich, dass die Landesregierung die Einführung der ABC-Klassen langfristig vorbereitet und die entstehenden Kosten übernehmen“ wolle. Wefers: „Die entscheidende Frage lautet doch: Wie schaffen wir es, dass möglichst jedes Kind mit guten Voraussetzungen in die Schule startet? Die ABC-Klassen geben darauf eine pragmatische Antwort.“
Statt über Fördertöpfe zu streiten, „sollten wir gemeinsam daran arbeiten, dass Kinder die Unterstützung erhalten, die sie für einen erfolgreichen Bildungsweg brauchen“.