Und das nicht von ungefähr: Übereinstimmend waren alle Testerinnen und Tester der vergangenen Jahre stets der Meinung, dass die „Auer Schule“ nicht nur absolut außergewöhnlich eingerichtet ist beziehungsweise mit einer höchst amüsanten Speisekarte besticht. Sondern eben auch, dass die von der guten Laune des Teams geprägte (Service-)Stimmung für Abende sorgt, die rund sind – und drum auch mal sehr lang dauern können.
Inhaberin und Chefköchin Claudia Wulfhorst, die zusammen mit Knut Keßler vor zwei Jahrzehnten als Imbiss-Location mitten im historischen Teil der Friedrich-Engels-Allee gestartet ist, zitiert gerne einen Stammgast mit dem Ausspruch: „Da freut man sich morgens schon auf abends!“
Apropos Stammgäste: Von denen gibt es viele – und doch entdecken auch immer wieder neue Gesichter das kleine Lokal, das mit seiner unverwechselbaren Ausstattung an eine für mehrere Jahrzehnte der Vergangenheit zuständige Trödelmarkt-Zentrale erinnert.
„Bunt“ – so nennt Claudia Wulfhorst mit einem Wort das, was in ihrer Küche entsteht: Der Bogen spannt sich von Salaten, Pasta, Schnitzeln und Bratkartoffeln bis zu Tapas oder Omeletts und fast regelmäßig einem aus der Reihe tanzenden Tagesgericht. Das darf dann auch gerne klassisch-gutbürgerlich sein. Nicht zu vergessen: Die Imbiss-Abteilung mit ihren Klassikern gibt’s immer noch. Und das soll sich auch niemals ändern.
„Da, wo sich die Gäste lieb haben“ – so warb die „Auer Schule“ einmal im Kult-Magazin „Italien“. Nicht ganz aus der Luft gegriffen: „Manche haben sich hier kennengelernt, sind Paare geworden, und kommen immer zu ihren Jahrestagen wieder, mindestens“, schmunzelt Claudia Wulfhorst.
Ein paar Tische hat die „Auer Schule“ draußen – quasi in Tuchfühlung zur verkehrsrauschenden Allee. Dieses Open-Air-Feeling à la „laut und luftig“ muss man mögen. Das tun viele: Die Außentische zwischen Schieferfassade und altem Unterbarmer Baumbestand sind heiß begehrt. Obwohl man dort von den sehr beliebten, gerne wechselnden Retro-Playlists der „Auer Schule“ absolut gar nichts hören kann ...
Claudia Wulfhorst, die mit bodenständigem Charme und viel Humor stets darauf achtet, dass die Interaktion zwischen dem Team und den Gästen gut funktioniert, sagt: „Bei uns geht’s einfach ums Wohlfühlen. Dass man eine Weile die Zeit vergisst. Deswegen hängt hier auch nirgendwo eine Uhr.“