Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordnete ABC-Klassen: „Erwarten eine klare Aussage“

Wuppertal · Die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten Dilek Engin, Andreas Bialas und Josef Neumann warnen davor, dass Kita-Mittel für die geplanten ABC-Klassen „zweckentfremdet“ werden.

Von li.: Andreas Bialas, Dilek Engin und Josef Neumann.

Foto: SPD

Der Landtag hatte sich diese Woche in der Plenardebatte unter anderem mit der Frage beschäftigt, ob Bundesmittel aus dem Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG) für die von der Landesregierung geplanten ABC-Klassen verwendet werden sollen oder nicht.

„Mit einer klaren Absage an eine Finanzierung der geplanten ABC-Klassen durch Kita-Gelder des Bundes hätte es endlich Klarheit gegeben. Doch statt einer Antwort gab es nur haltlose Anschuldigungen. Für Spielchen und Tricksereien ist aber keine Zeit: Seit Jahren sind die Kitas in NRW unterfinanziert, das erleben wir auch Tag für Tag in Wuppertal“, so die Wuppertaler Abgeordneten.

Immer mehr Träger gäben deshalb bereits auf. „Mit den Mitteln aus Berlin könnte hier zumindest etwas Abhilfe geschaffen werden. Deshalb darf es keine Zweifel darangeben, dass die Gelder des Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes ausschließlich in die Kitas fließen und nicht für ABC-Klassen in der Schule zweckentfremdet werden.“

Die Bundesmittel zur Stärkung der Kitas seien „viel mehr“ als Symbolpolitik: „Umso fataler ist allein die Diskussion darüber, ob die Gelder jetzt für ABC-Klassen verwendet werden – die von der Fachwelt in der Anhörung des Landtags ohnehin scharf kritisiert wurden. Kinder müssen da gefördert werden, wo ihr Alltag ist: Und der ist nun einmal in den Kitas. Hierfür müssen die Kitas aber deutlich gestärkt werden. Schul- und Familienministerium müssen anfangen, an einem Strang zu ziehen.“

Man erwarte von der Landesregierung „endlich eine klare Aussage, damit die Kita-Träger wissen, wie es weitergeht“.