Forschertag in Wuppertal Junior Uni: Die Eifel, Wuppertal und viele Erlebnisse

Wuppertal · Wie lebt es sich in der Eifel? Wie ist der Alltag in einer Großstadt wie Wuppertal? Und was passiert, wenn junge Menschen aus beiden Regionen gemeinsam einen Tag lang forschen, experimentieren und staunen? Das haben rund 50 Nachwuchsforscherinnen und -forscher im Alter von 11 bis 16 Jahren der Junior Unis Daun und Wuppertal jetzt gemeinsam in der bergischen Metropole erkunden.

Das Gruppenbild der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Foto: Bettina Osswald

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Begegnung. Jugendliche aus der ländlichen Eifel und der Großstadt Wuppertal kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und entdeckten schnell, wie viel sie trotz unterschiedlicher Lebensrealitäten verbindet.

Der Tag begann im Visiodrom in Wuppertal-Heckinghausen. In der immersiven Ausstellung „Origins“ begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine beeindruckende Reise durch 13,8 Milliarden Jahre – von der Entstehung des Universums bis zur Entwicklung des Lebens auf der Erde. Die spektakuläre Live-Show und der Besuch des Skywalks in 70 Metern Höhe sorgten für viele staunende Blicke und jede Menge Gesprächsstoff.

Bei der interaktiven Forschungsrallye quer durch die Junior Uni gab es wissenschaftliche Herausforderungen, die von den Teams gemeinsam gelöst werden mussten.

Foto: Bettina Osswald

Anschließend ging es mit Wuppertals berühmtestem Verkehrsmittel, der Schwebebahn, weiter zur Junior Uni in Unterbarmen. Dort wartete bereits das nächste Abenteuer: In zufällig gemischten Teams lösten die Jugendlichen eine interaktive Forschungsrallye quer durch das Gebäude. Ob beim Programmieren eines Industrieroboters, beim Bau einer Leonardo-Brücke, bei naturwissenschaftlichen Experimenten mit Oobleck, kreativer Blackout Poetry oder beim Erkunden virtueller Welten mit VR-Brillen – überall wurde gemeinsam getüftelt, ausprobiert und vor allem zusammen viel gelacht.

Im Laufe des Tages wuchsen die Gruppen zu echten Teams zusammen. Zwischen Experimenten und Quizfragen entstanden viele spannende Gespräche und die Jugendlichen entdeckten, wie viele Gemeinsamkeiten sie trotz unterschiedlicher Herkunft und Lebensumstände verbinden.

„Unsere Idee hinter diesem Tag war es, jungen Menschen Begegnungen zu ermöglichen, die sie im Alltag vielleicht nie erleben würden“, schildert Junior-Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab. „Wenn Jugendliche aus unterschiedlichen Regionen gemeinsam forschen, miteinander lachen und voneinander lernen, erweitert das den eigenen Horizont – fachlich genauso wie persönlich. Solche Erfahrungen stärken Offenheit, Verständnis füreinander und zeigen, dass Wissenschaft Menschen verbinden kann.“

„Für uns war dieser Forschertag etwas ganz Besonderes“, sagt Dr. Annika Spathmann (Geschäftsführerin der Junior Uni Wuppertal). „Die Junior Uni Daun ist nach dem Vorbild der Junior Uni Wuppertal entstanden. Dass Jugendliche aus beiden Einrichtungen nun gemeinsam forschen, sich kennenlernen und Freundschaften schließen, zeigt, wie lebendig unser Netzwerk der Junior Unis inzwischen geworden ist.“

Das Netzwerk der Junior Unis

Das Wuppertaler Haus ist Vorbild für drei weitere Junior Unis in Deutschland. Nach ihrem Konzept entstanden die in Daun, Mönchengladbach und Essen. Gemeinsam bilden die vier Einrichtungen das Netzwerk. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Wissenschaft, Technik, Kultur und gesellschaftliche Themen zu begeistern sowie den Austausch zwischen den Standorten zu fördern.