Bergische Uni Wuppertal Mareen Dusi entwickelt das Alumni-Netzwerk weiter

Wuppertal · An der Bergischen Universität Wuppertal kümmert sich die Abteilung Alumni Relations darum, in Kontakt mit ehemaligen Studentinnen und Studenten zu bleiben. Seit Juni ist Mareen Dusi neue Ansprechpartnerin für den Bereich.

Mareen Dusi.

Foto: Friederike von Heyden

Alle Seiten profitieren von einem lebendigen Netzwerk zwischen denen, die hier lernen, lehren, forschen und arbeiten und denen, die ihr Wuppertaler Uni-Wissen inzwischen auf vielfältige Weise außerhalb anwenden und weiterentwickeln. Ihre Studienzeit absolvierte die Germanistin Mareen Dusi selbst in Wuppertal, zudem kommt sie mit dem Know-how aus ihrer Arbeit im Stiftungs- und Kooperationsmanagement der Uni, dem sie zukünftig auch weiter angehört.

Sie kennen die BUW – als Studentin, Alumna und Beschäftigte. Und dennoch, das ist ja das Schöne, gibt es an der Uni immer wieder Neues zu entdecken. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Funktion am meisten?

Dusi: „Im Grunde freue ich mich genau darauf: Noch mehr Neues an der Bergischen Universität zu entdecken und weiterzugeben. Auch nach mehreren Jahren im Stiftungs‑ und Kooperationsmanagement, in denen ich regelmäßig Kontakt zu verschiedenen universitären Einrichtungen habe, staune ich immer wieder über die Vielfalt unserer Universität – ein Eindruck, den ich während meines Studiums und meiner früheren Tätigkeit an der Fakultät nicht in diesem Umfang hatte.

Daher ist es mein Ziel, dass sich Studierende, Alumni und ehemalige Mitarbeitende nicht nur für ihr jeweiliges Fach begeistern, sondern wir ihnen die gesamte Breite der Universität näherbringen und unterschiedliche Akteurinnen und Akteure miteinander vernetzen. Das Tolle: Das mache ich nicht alleine. In vielen Fakultäten gibt es bereits aktive Alumnibetreuerinnen und -betreuer. Dem Austausch auch mit ihnen sehe ich mit viel Freude entgegen und habe große Lust darauf, gemeinsam innovative Ideen zu entwickeln und umzusetzen.“

Warum lohnt es sich, mit der Bergischen Uni in Kontakt zu bleiben? Was macht das bestehende Alumni-Netzwerk der Universität aus?

Dusi: „Die Uni bietet so viele Gelegenheiten, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen. Eben auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es lohnt sich zum Beispiel auch als Germanistin bzw. Germanist, einmal an einer Führung durchs Hochspannungslabor teilzunehmen. Denn solche fachübergreifenden Angebote verbinden, das zeigt sich beispielsweise bei Führungen im Rahmen unserer Get-in-Touch-Lounge oder bei einem Glühwein beim Campus Weihnachtsmarkt.

Sie schaffen Nähe zur Universität und erweitern nicht nur den persönlichen Horizont, sondern auch das eigene Netzwerk. Und ein solches Netzwerk ist nicht zu unterschätzen. Ob Freundschaften, Arbeitsbeziehungen oder nur geselliger Austausch – im Aufeinandertreffen kann so viel Neues entstehen. Die Uni bietet den Rahmen dafür.“

Das klingt in der Tat einladend. Lassen Sie uns noch konkreter drauf schauen: Sie betreuen zukünftig auch den Förderverein Freunde und Alumni der Bergischen Universität Wuppertal, die FABU. Nehmen Sie uns etwas mit in Ihre Pläne. Welche bewährten Formate wollen Sie weiterführen, welche neuen Ideen wollen Sie verfolgen?

Dusi: „Die FABU ist fest im Fundament unserer Alumni‑Arbeit verankert: als Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft. Sie unterstützt uns, auch finanziell, um universitäre Veranstaltungen zu realisieren, und fördert die Forschung an der Bergischen Universität. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der gezielten Förderung des akademischen Nachwuchses.

Wir führen bewährte Formate weiter, die exakt diesen Fokus stärken: die Auslobung von Nachwuchspreisen für Promovierende, Master‑ und Bachelorabsolventinnen und -absolventen sowie das offene und niederschwellige Förderangebot für alle Universitätsangehörigen, das über ein einfaches Online‑Formular Anträge zur finanziellen Bezuschussung von beispielsweise Exkursionen, Tagungen und Forschungsprojekten, ermöglicht.

Darüber hinaus etablieren wir weiterhin fachbereichsspezifische Alumni‑Sektionen unter dem Dach der FABU, um gezielte Netzwerkbildung und fachbezogene Förderungen zu ermöglichen. Die Einbindung von Emeriti wird intensiviert, sodass sie aktiv an FABU‑ und Alumni‑Veranstaltungen teilnehmen und ihren Erfahrungsschatz in Forschung und Nachwuchsförderung einbringen können.

Neben den forschungsbezogenen Aktivitäten bietet die FABU zudem gesellige Formate, die das Gemeinschaftsgefühl stärken: das etablierte Sommerfest oder auch spezielle Premium‑Events für Mitglieder, wie die in diesem Jahr geplante Schwebebahnvorlesung im Kaiserwagen oder das Kochen mit dem Vorstand bei Vorwerk. Diese Veranstaltungen dienen dem informellen Austausch zwischen Studierenden, Alumni, Mitarbeitenden, Unternehmen und der Stadtgesellschaft.

Damit schaffen wir ein lebendiges Netzwerk und stärken gemeinsam die Innovationskraft sowie die Forschungskultur der Bergischen Universität.“

Alumni-Arbeit beginnt nicht erst mit der Zeugnisübergabe. Die Alumni in spe sind die Studierenden von heute. Was bedeutet das für die BUW und Ihre Herangehensweise?

Dusi: „Die Alumni‑Arbeit beginnt natürlich bereits während des Studiums und nicht erst mit dem Abschluss. In den letzten Jahren hat sich die Abschlusskultur an unserer Universität deutlich gewandelt: Während mir mein Zeugnis damals einfach im Prüfungsamt in die Hand gedrückt wurde, erhalten die Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussurkunden heute bei feierlichen Vergabefeiern in der Historischen Stadthalle. Diese bleiben im Gedächtnis und stärken nachhaltig die Bindung der Studierenden an die Bergische Universität Wuppertal.

Um diese positive Erfahrung noch früher zu ermöglichen, setze ich auf mehrere Kontaktpunkte. Die Abteilung Alumni Relations möchte auf allen relevanten studentischen Veranstaltungen präsent sein und bereits während des Studiums konkrete Beteiligungsmöglichkeiten anbieten.

Darüber hinaus nutzen wir die Synergien mit dem Career Service, dem Stiftungs‑ und Kooperationsmanagement, hier ganz intensiv mit der Geschäftsstelle Deutschlandstipendium, in der ich ebenfalls arbeite. In diesen Bereichen existieren bereits gut etablierte Programme, die den Studierenden gezielt Türen zu Unternehmen und anderen externen und internen Akteurinnen und Akteuren öffnen und so beim Aufbau ihres Netzwerks unterstützen.

Ein weiterer, entscheidender Baustein ist die Zusammenarbeit mit den Fakultäten. Dort lässt sich die Bindung besonders gezielt stärken, weil die Identifikation mit dem eigenen Fach hoch ist. Ein positives Bild bildet die Grundlage dafür, dass Absolventinnen und Absolventen später wieder an die Universität zurückkehren – nicht nur zu Veranstaltungen, sondern etwa um selbst Vorlesungen zu halten, Praktikumsplätze oder Jobangebote zu vermitteln oder ihre beruflichen Erfahrungen mit neuen Studierenden-Generationen zu teilen.“

Zum Abschluss: Für alle, die nun Lust auf dieses lebendige Netzwerk haben – wie wird man am schnellsten ein Teil davon?

Dusi: „Das ist ganz einfach: Ehemalige Studierende, Mitarbeitende sowie Professorinnen und Professoren sind alle ganz herzlich in unserem kostenlosen Alumni-Netzwerk willkommen. Die Möglichkeit zum Beitritt finden alle Interessierten auf unserer Webseite im Bereich Alumni-Netzwerk. Wer auch Teil der FABU werden möchte, meldet sich über die FABU-Webseite an. Beide Mitgliedschaften sind auch miteinander kombinierbar. Wir freuen uns, wenn wir beim nächsten Event viele neue Mitglieder begrüßen dürfen.“