Änderungsantrag eingereicht Wuppertal passt Wiederaufbauplan nach Hochwasser an

Wuppertal / Düsseldorf · Wuppertal hat seinen Plan für den Wiederaufbau nach dem Starkregen von 2021 angepasst und zusätzliche Kosten geltend gemacht. Die Stadtverwaltung reichte dafür einen ersten Änderungsantrag beim Land Nordrhein-Westfalen ein.

Das Hochwasser im Juli 2021.

Foto: Wuppertaler Rundschau

„Das neue Dokument integriert zusätzliche Reparaturen und gleicht veränderte Kosten zwischen den Projekten aus. Eine Rückmeldung der Landesregierung steht aktuell noch aus“, heißt es aus dem Rathaus.

Der Antrag erweitert das bisherige Programm demnach um zwei neue Maßnahmen: „Das Wuppertaler Jugendamt benötigt 200.000 Euro, um beschädigte Adoptionsakten sowie Unterlagen der Hilfe zur Erziehung wiederherzustellen. Weitere 15.000 Euro fließen in die Kleingartenanlage Heimatscholle.“ (Bilder)

Das Hochwasser in Wuppertal
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Wuppertaler Talachse unter Wasser

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Foto: Christoph Petersen

Außerdem reagiert die Stadt mit dem Antrag auf veränderte Baupreise bei den bestehenden Projekten: So verzeichnet das Opernhaus Mehrkosten von 761.000 Euro, und das Berufskolleg Elberfeld benötigt zusätzliche 450.000 Euro. Dies gleicht die Verwaltung nach eigenen Angaben „durch geringere Kosten an anderer Stelle aus, unter anderem bei den Schwebebahnhöfen und verschiedenen Kleingartenanlagen“.

Der ursprüngliche Wiederaufbauplan stammt aus dem März 2023 und umfasst ein Gesamtvolumen von rund 35,3 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen bewilligte das Paket mit seinen 42 Einzelmaßnahmen im August 2023 über einen Wiederaufbaufonds. Für die Umsetzung sorgen die städtischen Leistungseinheiten mit Unterstützung der Kämmerei, des Zentralen Fördermanagements, des Gebäudemanagements sowie der externen „Thost Projektmanagement GmbH“.

Trotz des laufenden Änderungsverfahrens fließen die Gelder für die Reparaturen weiter. Bisher erhielt Wuppertal rund 21,2 Millionen Euro aus Düsseldorf, was etwa 60,1 Prozent der gesamten Fördersumme entspricht. Im Mai 2026 reichte das Zentrale Fördermanagement weitere Abrufe über 4,6 Millionen Euro für Projekte des Gebäudemanagements ein.

Bis zum Jahresende plant das Projektteam den Abruf von nochmals 100.000 Euro. Damit steigt die ausgezahlte Gesamtsumme bis zum Jahreswechsel voraussichtlich auf 21,3 Millionen Euro oder 60,4 Prozent des Gesamtbudgets.