Cross Mentoring: Mehr Frauen ganz oben an der Spitze

Cross Mentoring : Mehr Frauen ganz oben an der Spitze

Je höher es die berufliche Karriereleiter hinaufgeht, desto weniger Frauen finden sich dort. Um das zu ändern, organisiert das Kompetenzzentrum Frau und Beruf ein Mentoring Projekt für weibliche Nachwuchsführungskräfte.

Noch sind einige Plätze frei.

"An der Spitze, also in Führungspositionen, gibt es nur ungefähr 20 Prozent Frauen im Bergischen Städtedreieck", weiß Birgit Frese vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf. Definitiv zu wenig. Um Frauen auf dem Weg nach oben zu begleiten, organisiert Birgit Frese ein Cross Mentoring Projekt, in dem jungen Frauen über ein Jahr lang von einem Mentor begleitet werden.

Janina Clever arbeitet bei Generationdesign, mittlerweile als Projekt- und Teamleiterin. Vor einem Jahr hat hat sie am Mentoring-Projekt teilgenommen und wurde ein Jahr lang von Bettina Gallagher begleitet und gecoached. "Eigentlich dachte ich, dass ich mit Problemen aus dem daily business in das Coaching gehen würde. Im Endeffekt haben wir hauptsächlich über meine persönliche Entwicklung gesprochen", berichtet die 31-Jährige von ihren Erfahrungen. Einmal im Monat trafen Janina Clever und Bettina Gallagher zusammen, meist für zwei Stunden oder mehr — und in der Weihnachtszeit auch mal zu Stollen und Tee.

Daraus gezogen hat Janina Clever nicht nur neue Impulse und auf einige Dinge eine veränderte Sichtweise, sondern im Endeffekt auch den Entschluss, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen. "Dafür hat mir einfach der Anstoß von außen gefehlt. Bettina hat mich immer wieder dazu gebracht, zu reflektieren und zu hinterfragen", erzählt Janina Clever, und zwar in beruflicher als auch in privater Hinsicht.

Das nächste, kostenlose Coaching startet im Oktober. Noch sind Plätze frei! Interessierte Frauen können sich bei Birgit Frese, competentia.b.frese@stadt.wuppertal.de, melden.
Mehr Informationen gibt es auf bergisch-kompetent.de.
Anmeldeschluss ist der 24. September.

Janina Clever ist nach dem Cross Mentoring Projekt stolz auf ihre Entwicklung und die Impulse, die sie daraus gezogen hat.

Trotzdem bleibt die Frage: Warum ist Mentoring von weiblichen Führungskräften im Bergischen Städtedreieck überhaupt notwendig? Birgit Frese vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf liefert die Antwort: "Zum einen sprechen die Zahlen für sich. Der Anteil an weiblichen Führungskräften ist nach wie vor gering. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, wie Unternehmen dafür sorgen, das Familie und Beruf im Alltag miteinander vereinbar sind", erklärt sie. Um Frauen an die Spitze zu bringen, liefert das Cross Mentoring Projekt einen wichtigen Baustein, in dem es Frauen einen Ansprechpartner außerhalb des Unternehmens an die Seite stellt. "Gerade kleinere Unternehmen hinken in der Förderung ihrer Nachwuchsführungskräfte hinterher", weiß Frese. Mit ihrem Mentor können sich die Frauen über Stolpersteine in beruflicher als auch in privater Hinsicht austauschen.

Bei der Auswahl des Tandems wird genau darauf geachtet, dass der Mentor und sein Schützling auf allen Ebenen zusammen passen. "Wenn eine Frau Kinder hat, dann bekommt sie einen Mentor mit Familie, der aus eigenen Erfahrungen berichten kann", erklärt Birgit Frese und weiß: "Frauen tut es oft gut, wenn jemand einfach mal zuhört und keine Erwartungen stellt."

Das nächste, kostenlose Coaching startet im Oktober. Noch sind Plätze frei! Interessierte Frauen können sich bei Birgit Frese, competentia.b.frese@stadt.wuppertal.de, melden.
Mehr Informationen gibt es auf bergisch-kompetent.de.
Anmeldeschluss ist der 24. September.

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