Die Bergischen Drei suchen Gästeführer für das Bergische Städtedreieck

Gästeführer für das Bergische Land gesucht : Wer führt durchs Bergische Dreieck?

Heimatliebe im Herzen und mit Wupperwasser getauft – so sollten sie sein, die neuen regionalen Gästeführer für das Bergische Städtedreieck. Nicht nur Rentner, auch junger Nachwuchs wird gesucht.

Um das bisherige Angebot der Stadtführungen in Solingen, Wuppertal und Remscheid auch über die Stadtgrenzen hinaus zu erweitern, sucht die Tourismus-Agentur „Die Bergischen Drei“ Nachwuchs-Gästeführer, die Besuchergruppen nicht nur die Besonderheiten einer Stadt, sondern das Bergische als Gesamtpaket zeigen.

Zur Präsentation des neuen Konzepts holte sich Holger Piwowar von den „Bergischen Drei“ Lothar Vieler alias „Gustav om Hackenberge“, Nachtwächter aus Remscheid-Lennep, an seine Seite. Gemeinsam erklärten sie vor pittoresker bergischer Kulisse, genauer gesagt auf dem Marktplatz in Solingen-Gräfrath, was auf die künftigen Gästeführer zukommt. In 70 Stunden wird den neuen Tourismus-Experten nicht nur Wissen über die regionalen Besonderheiten des Bergischen Städtedreiecks, über bekannte Persönlichkeiten und regionale Geschichte vermittelt, sie lernen zusätzlich, wie sie ihr neu gewonnenes Wissen am besten zum Leben erwecken.

„Die Leute wollen keine Zahlen, Daten und Fakten mehr, sondern Storytelling“, erklärt Holger Piwowar den Kern der Stadtführer-Tätigkeit. Ausgebildet werden die neuen Tourguides von der IG Stadtführungen Solingen und der IG Stadtführungen Remscheid. Die Volkshochschulen der Städte stellen ihre Räume zur Verfügung. Der Kurs startet im Wintersemester 2019/20 und wird um die 239 Euro kosten. Sollten sich mehr als 15 Nachwuchskräfte melden, wird der Preis verringert.

Gesucht werden nicht nur Rentner, sondern auch junge Menschen und Studenten, die Besucher durch ihre Heimatregion führen und eventuell sogar selbst entwickelte Szeneführungen anbieten möchten. „Ich denke da an Touren durch Künstler-Viertel. Gern gesehen sind auch Führer, die eine Fremdsprache sprechen“, ergänzt Piwowar.

Neben Hochdeutsch und bergischem Platt spricht „Gustav om Hackenberge“ zum Beispiel tatsächlich noch fließend Niederländisch.

Wie viele Touren im Monat die neuen Gästeführer leiten möchten, bleibt ihnen selbst überlassen. Pro Führung gibt es zwischen 50 und 100 Euro. „Reich werden kann man damit ungeheuer, nur eben nicht mit Geld“, kommentiert Lothar Vieler schmunzelnd. Für den „Nachtwächter aus Lennep“ sind Anerkennung und gelegentlich ein Dankesschreiben Lohn genug.

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