Preisgeld von 40.000 Euro Carl-Fuhlrott-Gymnasium gewinnt KI-Schulpreis

Wuppertal · Wie kann Künstliche Intelligenz Lernprozesse vertiefen, ohne pädagogische Verantwortung abzugeben? Mit einem Ansatz, der KI konsequent als lernbegleitendes Werkzeug einsetzt, hat das Wuppertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasium den KI-Schulpreis 2025 gewonnen.

Felix Urban (KI-Schulkoordinator am Carl-Fuhlrott-Gymnasium) erläutert den KI-Führerschein.

Foto: CFG / land-der-ideen.de

„Am Carl-Fuhlrott-Gymnasium ist Künstliche Intelligenz fest im Unterricht verankert. Lehrkräfte entwickeln eigene didaktische KI-Agents, die Schülerinnen und Schüler nicht mit fertigen Lösungen versorgen, sondern durch gezielte Rückfragen beim Denken unterstützen. Ergänzt wird dieses System durch weitere KI gestützte Werkzeuge für Feedback, Lernstandsanalysen und Unterrichtsplanung“, heißt es in der Begründung der Jury.

Und weiter: „Zugleich nutzt die Schule KI zur organisatorischen Entlastung und zur Förderung von Inklusion. Anwendungen zur Leseförderung, Sprachunterstützung und Textvereinfachung eröffnen differenzierte Lernzugänge. Klare Leitlinien zu Datenschutz und Ethik, regelmäßige Reflexionen und schulinterne Qualifizierungsformate sorgen dafür, dass technologische Innovation stets mit Verantwortung verbunden bleibt.“

Der Sieg in der Kategorie „KI-Gesamtkonzept“ wird mit 40.000 Euro belohnt. Die Auszeichnung wurde am Freitag (16. Januar 2026) im Rahmen der Preisverleihung auf dem Bildungscampus Heilbronn vergeben. Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium zählt zu den sieben Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbs, für den sich insgesamt 191 Schulen beworben hatten. Prämiert wurden drei Schulen in den Kategorien KI-Teilkonzept und vier Schulen in der Kategorie KI-Gesamtkonzept.

Der KI-Schulpreis wird von „Deutschland Land der Ideen „vergeben und von der Deutsche-Telekom-Stiftung sowie der Dieter-Schwarz-Stiftung gefördert. Insgesamt werden Preisgelder im Gesamtwert von 100.000 Euro vergeben.