Wuppertaler Garten-Kleinod Blühendes und Historisches im Adolf-Vorwerk-Park

Wuppertal · Der Wonne-Monat Mai gilt als ein Höhepunkt des blühenden Gartenjahres. Dies ist auch die Hoch-Zeit der Rhododendrenblüte – aktuell zu sehen im Adolf-Vorwerk-Park.

 Blick in den Adolf-Vorwerk-Park.

Blick in den Adolf-Vorwerk-Park.

Foto: Achim Otto

Nachdem im vergangenen Jahr das Richtfest für das Gärtnerhaus gefeiert werden konnte, ist es nun in weiten Teilen fertiggestellt. Es ersetzt das frühere ehemalige der Familie Vorwerk, das bis vor kurzem allerdings nur noch als Lagerraum genutzt wurde. Jetzt soll es seiner eigentlichen Bestimmung wieder gerecht werden und steht dem Park-Gärtner Martin Röder als Betriebswohnung und Werkstatt zur Verfügung. Der musste sich bislang mit einem Bauwagen als Provisorium begnügen.

Der Adolf-Vorwerk-Park wird von der gleichnamigen Stiftung unterhalten. Die gemeinnützige Stiftung, geführt von einem ehrenamtlichen Vorstand und unterstützt durch ein Kuratorium unter Vorsitz des Oberbürgermeisters, kümmert sich um den Erhalt und die Sanierung des Parks und seiner Einrichtungen.

Das neue Gärtnerhaus bietet nicht nur dem Park-Gärtner einen angemessenen Platz: Durch seine Verortung ist der Park künftig beaufsichtigt, auch in den Abend- und Wochenendstunden. Hinzu kommt noch ein neues Gewächshaus. Das alte, von der Vorwerk-Familie genutzte, existiert nicht mehr. Hier soll die familiäre Tradition der Rhododendren-Vermehrung wieder aufgegriffen werden.

Die üppigen, alten Rhododendren sind – besonders zur Blütezeit im Frühsommer – ein Markenzeichen des Vorwerk-Parks. Er wurde 1900 von Unternehmer Adolf Vorwerk in Auftrag gegeben und in der Folgezeit erweitert, mit Teichen und Grotten, weitläufigen Grünflächen und spektakulären Aussichtspunkten. 2001 übernahm die Stiftung die Verwaltung des Parks und machte den bis dahin privaten Besitz der Öffentlichkeit zugänglich. Mit der Anstellung des Park-Gärtners 2016 wurden umfangreiche Verbesserungen an dem Zustand der Anlage eingeleitet, 2019 wurde als erste große Baumaßnahme der Laubengang saniert, der den Park mit dem angrenzenden Barmer Wald verbindet.

Die Stiftung könnte diese wichtigen Maßnahmen zum Erhalt des Parks ohne die Unterstützung von Sponsoren nicht leisten. Zu nennen sind hier vor allem Vorwerk & Co, EDE mit EDE Stiftung und die Stadtsparkasse Wuppertal sowie einige private Unterstützer.

Als einer von insgesamt fünf Wuppertaler Anlagen ist der Vorwerk-Park Mitglied im Europäischen Gartennetzwerks (EGHN). Die Aufnahme der Wuppertaler Parks in das EGHN wurde vom Verein Historische Parkanlagen Wuppertal, der Adolf-Vorwerk-Park Stiftung und dem Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt betrieben. Die Aufnahmegebühr und die jährlichen Mitgliedsbeiträge werden von der Stiftung übernommen.

Das EGHN stellt über eine internationale Koordination und Präsentation die zentrale Bedeutung der Park-Anlagen für die Gesellschaft, den Städtebau, den Tourismus und damit für die regionale Wirtschaftsentwicklung heraus.

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