Pläne liegen auf dem Tisch Gemeindefusion im Osten Wuppertals als Perspektive?

Wuppertal · Die drei ev. Gemeinden Wichlinghausen-Nächstebreck, Langerfeld und Schellenbeck-Einern wollen bis spätestens 2028 zu einer neuen Gemeinde mit drei vollen Pfarrstellen werden.

 Pfarrer Jörg Wieder.

Pfarrer Jörg Wieder.

Foto: H. Hülle

Begründet wurden diese Pläne unter anderem mit der der Pfarrstellenplanung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), die den Kirchenkreisen deutlich verringerte Pfarrstellenkontingente zugewiesen hat, die sie Ende 2030 erreichen sollen. Das betrifft sowohl die Pfarrstellen im Kirchenkreis als auch die in den Gemeinden.

Zum Hintergrund: Um die Entwicklungsprozesse für die Gemeinden zu gestalten, hat die Kreissynode Wuppertal sechs Weggemeinschaften gebildet. Die drei Gemeinden Gemeinden Wichlinghausen-Nächstebreck, Langerfeld und -Einern haben sich zur Weggemeinschaft Wuppertal-Ost zusammengeschlossen.

Laut Prognosen werden die Gemeindegliederzahlen der drei Gemeinden von rund 13.700 (Stand Ende 2021) perspektivisch auf rund 10.200 Gemeindeglieder zurückgehen (Ende 2030). Analog dazu wird es auch weniger Pfarrstellen geben. Aktuell sind es in den drei Gemeinden 4,75 Pfarrstellen. Perspektivisch soll es dann nur noch drei Pfarrstellen geben.

Mit der Reduzierung der Pfarrstellen sollen auch drei neue Seelsorgebereiche gebildet werden. In dieser dann neuen Gemeinde soll es drei Seelsorgebezirke und vier Gemeindezentren geben, nämlich: Stahlsberg, Erlöserkirche, Beckacker, Alte Kirche/Inselstraße.

Für das Gemeindeensemble im Hottenstein „soll ab spätestens 2028 eine Lösung gefunden werden, die keine pastoralen und personellen Ressourcen und nur eingeschränkt finanzielle Ressourcen bindet“, hieß es auf einer Gemeindeversammlung.

„Die Situation birgt bei allen schmerzhaften Einschnitten zugleich auch Chancen und Gelegenheiten, uns neu zu verständigen, wie wir als Kirche hier im Wuppertaler Osten gemeinsam ,unterwegs‘ sein wollen und können, um zuversichtlich Kirche Jesu Christi zu sein und zu bleiben“, so Pfarrer Jörg Wieder, Presbyteriumsvorsitzender der Gemeinde Wichlinghausen-Nächstebreck.

(KK)
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