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Anja Liebert (Grüne) will Nachbarschaftsheim unterstützen​

Grüne Bundestagsabgeordnete : Liebert will Nachbarschaftsheim unterstützen

Die Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Anja Liebert (Grüne) will sich dafür einsetzen, dass die Zuschüsse des Bundes für die Nachbarschaftsheime und damit auch die für das am Platz der Republik nicht gekürzt werden.

Die seit 75 Jahren bestehende Institution erfülle viele Aufgaben für den Ostersbaum – von Hausaufgabenbetreuung über einen kostenlosen Mittagstisch und Sprachkurse bis hin zum offenen Ganztagsbetreuung reichr das Angebot. „Das Nachbarschaftsheim ist ein fester Anker für die Menschen hier im Viertel“, erklärt Liebert. Sie könne die Kritik von Gabriele Kamp, der Vorstandsvorsitzenden des Nachbarschaftsheims, nachvollziehen.

 Anja Liebert.
Anja Liebert. Foto: Christoph Petersen

„Ich unterstütze die Forderungen der Trägervereine und Einrichtungen, in diesem wichtigen Bereich nicht so erheblich zu sparen“, so Grüne. Allerdings seien die angekündigten Kürzungen noch nicht beschlossen: „Der Haushalt wird im September eingebracht, im November verabschiedet.“ Deshalb müsse man in den kommenden Wochen die Prioritäten für den Sozialbereich festzurren: „Und dafür werde ich mich einsetzen.“

Was die Kürzungen für Auswirkungen vor Ort haben könnten, machte Kamp beim Besuch der Politikerin deutlich. „Wir leiden, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger, bereits unter den allgemeinen Kostensteigerungen. Eine Reduzierung der Zuschüsse wird dazu führen, dass wir unter Umständen Angebote streichen müssen. Uns geht mit unserer Kritik an den Plänen aber nicht um uns als Träger, sondern vor allem um die Menschen, die zu uns kommen.“

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Betroffen von den Einsparungen wäre nach jetzigem Stand neben dem Bundesprogramm der Mehrgenerationenhäuser auch der Bereich Freiwilligendienste. „Dabei ist auch der sehr wichtig für Einrichtungen wie unsere. Wir haben mit den jungen Leuten gute Erfahrungen gemacht und denken, dass auch sie eine wertvolle Zeit hier verleben“, so Kamp.

Auch mögliche Kürzungen im SGB-II-Bereich sorgen sie: „Das gefährdet wichtige Beschäftigungsprojekte wie zum Beispiel den Stadtteilservice, der unverzichtbare Unterstützung für viele Wuppertaler Seniorinnen und Senioren leistet.“