Fußball-Oberliga WSV: Transfergespräche, fehlendes Füllhorn und Rot-Stellungnahme

Wuppertal · Trotz des nicht gelungenen Starts in die Saison herrscht beim Fußball-Oberligisten Wuppertaler SV keine Unruhe. Sportvorstand Lennart Strufe hält dennoch die Augen nach Neuzugängen offen.

Szene mit Fabrizio Fili.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Dirk Freund

Natürlich hätten sich die Verantwortlichen einen erfolgreicheren Auftakt in den ersten beiden Ligapartien gewünscht. War die Leistung beim 0:1 beim Mitabsteiger Velbert, der mit sechs Punkten an der Spitze thront, gut und die Niederlage unglücklich, gab es am 1:3 gegen Schonnebeck nichts zu rütteln.

Die weiterhin enge Personaldecke angesichts der Verletzungen und Sperren mochte Trainer Tim Schneider nicht als Argument gelten lassen. Fakt ist sie aber dennoch. Am Sonntag (30. August 2026) im Auswärtsspiel beim FC Büderich (2:2 gegen Monheim, 3:3 in Ratingen) könnte sich die Lage immerhin etwas entspannen. (Bilder)

Bilder: Wuppertaler SV unterliegt SpVg Schonnebeck
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WSV unterliegt Schonnebeck

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Duje Goles (45-Minuten-Einsatz gegen Schonnebeck) und Brightney Igbinadolor (eingewechselt in der 76. Minute) holen nach ihren Verletzungen immer mehr auf. Außerdem hat Stoßstürmer Eren Albayrak seine Zwei-Spiele-Sperre abgesessen und dürfte den Angriff beleben. Ariyoh Ayinla trainiert dagegen derzeit noch individuell.

Kapitän Felix Herzenbruch muss nach seiner roten Karte (vom letzten Spieltag 2025/26) noch einmal aussetzen. Nachdem der 34-Jährige in seiner Funktion als Fitnesstrainer nach dem Abpfiff in Velbert erneut die rote Karte gesehen hatte, hat der WSV beim Verband eine Stellungnahme eingereicht. „Wir gehen nicht davon aus, dass Felix als Spieler bestraft wird“, so Sportvorstand Lennart Strufe.

Er versucht unterdessen, den Kader noch zu verstärken. „Wir sind in tiefgreifenden Gesprächen“, bestätigt er auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau. Allerdings könne man noch keinen Vollzug melden. Zwar gibt es trotz der laufenden, vom Insolvenzgericht genehmigten „Restrukturierung in Eigenregie“ grünes Licht für Neuverpflichtungen, auch vom eingesetzten Sachwalter. Zwei, maximal drei Spieler, möglichst mit Erfahrung, könnten es noch werden, vor allem für das defensive Mittelfeld und die Außenbahnen. Aber: Ein Füllhorn kann Strufe im Rahmen des Etats nicht ausschütten. Andernorts wird schlichtweg mehr gezahlt.

Und dennoch besteht die Hoffnung, dass sich potenzielle Kandidaten noch vor dem Ende der Transferperiode am 31. August zu einem rot-blauen Ja-Wort entschließend, um nicht bis zur Winterpause vereinslos zu sein. Allerdings können Akteure auch noch danach unter Vertrag genommen werden – soweit sie seit dem 1. Juli bei keinem anderen Club über ein Arbeitspapier verfügen.