Leserbrief Zukunftsträchtige Heckinghauser Straße

Betr.: Tempo-30-Zonen

Eine der Visionen für die Heckinghauser Straße.

Eine der Visionen für die Heckinghauser Straße.

Foto: GKM architektur studio 2021

Ich befahre die Heckinghauser Straße fast täglich. Und zusätzlich weiß ich aus vielen Gesprächen, dass die Straße gerne als schnellere Alternative zur B7 genutzt wird. Das bedeutet, dass viele Autos, die diese Straße befahren, sie gar nicht brauchen, um ans Ziel zu kommen.

Das vorausgesetzt, muss man sagen, dass hier die Stadt mit einer Tempo-30-Zone einen zumindest ängstlichen Weg einschlägt. Ja – so etwas ist schnell umgesetzt und kostet wenig. Aber gerade die Heckinghauser Straße bietet sich doch an, hier einen zukunftsträchtigeren Weg einzuschlagen.

Wir haben zwei Fahrbahnen in jede Richtung, einen ungenutzten Mittelstreifen, Parkbuchten auf beiden Fahrbahnseiten und breite Bürgersteige beidseits.

In meiner Vorstellung entsteht für die Heckinghauser Straße daraus folgende Idee: einspuriger Autoverkehr in beide Richtungen. Der frei gewordene Platz kann dann für beste Radwege in beide Richtungen genutzt werden. Parkbuchten zwischen Autospuren und Radwegen fänden auch Platz und zusätzlich könnte man die Straße ordentlich begrünen. Wenn man dann noch die großen Kreuzungen an der Norrenberg-, Waldeck- und Unteren Lichtenplatzer Straße zu Kreisverkehren umbaut, hat man die schönste, fahrrad- und klimafreundlichste Straße der Stadt geschaffen.

Ich höre die Mopperer schon rufen: „Watt dat kostet! Wer soll datt denn bezahlen?“

Dafür haben wir Spezialisten in der Verwaltung, die wissen, wo Bundes- und Landesmittel an andere Städte vergeben werden würden, wenn wir sie hier nicht nutzen. Die EU gibt sicher auch noch ein Milliönchen dazu. Und der Gewinn für die Menschen, die hier leben, rechtfertigt die Kosten allemal.

Jürgen Schwarz

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