Leserbrief „Bauliche Maßnahmen und verstärkte Kontrollen“

Betr.: Tempo-30-Zonen

 Eine Tempo-30-Zone am Loh.

Eine Tempo-30-Zone am Loh.

Foto: Christoph Petersen

Im Prinzip erst mal eine gute Idee, das Thema Tempo anzugehen und Beschränkungen einzuführen. Über das „Wo“ kann man diskutieren, aber … wie viele Straßen und Gebiete in Wuppertal gibt es, in denen bereits Tempo 30 vorgeschrieben ist, und in wie vielen wird das von der Mehrheit der Autofahrenden bestenfalls als exotische Empfehlung wahrgenommen?

Ich rede bewusst von der Mehrheit, weil ich in einer 30er Zone wohne und viele Bekannte in Wuppertal habe, die auch in 30er Zonen wohnen. 75 Prozent aller Fahrenden sind deutlich, mit der Betonung auf deutlich, zu schnell unterwegs. Man kann die Straßen mit Schildern zupflastern, es juckt den Raser nicht. Was hat er denn zu befürchten? Alle paar Monate mal eine Radarkontrolle für ein paar Stunden, und die wird auch noch angekündigt und idealerweise in einem Wuppertaler Radiosender als „Service“ für den Autofahrer gemeldet, na großartig.

Nur, ich betone, nur bauliche Maßnahmen an der Straßensituation und deutlich verstärkte Kontrollen mit deutlich höheren Strafen machen Sinn. Ein Schild aufzustellen und dann zu glauben, dass die Sache damit erledigt sei, das funktioniert nur im Lande Bürokratien, nicht in der Realität.

Frank Menden

● Leserbrief an die Wuppertaler Rundschau:redaktion@wuppertaler-rundschau.de
● Zu den Rundschau-Leserbriefen: hier klicken!

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort