1. Kultur

Wuppertaler Kiosk der etwas anderen Art: Hier gibt’s viel – und Kunst

Ein Kiosk der etwas anderen Art : Hier gibt’s viel – und Kunst

Mit der ungewöhnlichen Geschäftsidee eines „Kunstkiosks“ möchte Sandra Piesczek vor allem Nachwuchstalente ermutigen und fördern.

Wer das Ladenlokal an der Paradestraße 75 betritt, dem bietet sich ein überraschendes Sortiment: Im vorderen Raum findet sich das typische Kiosk-Angebot, nebenan und weiter hinten hängen und stehen ganz unterschiedliche Kunstwerke an den Wänden. Dann gibt es da noch eine Tür, die zu einem kleinen Atelier führt, das auch als Werkstatt genutzt werden kann.

Die Idee hinter diesem ungewöhnlichen Ensemble verrät Inhaberin Sandra Piesczek: „Ich möchte jungen kreativen Menschen eine Plattform bieten, auf der sie ihr Talent ausbauen, ihre Arbeiten ausstellen und in Kontakt mit Gleichgesinnten treten können. Und ein Netzwerk etablieren, wo man sich gegenseitig inspiriert und hilft auf dem Weg, das jeweilige Können zu vermarkten.“

Vor drei Jahren hat Sandra Piesczek das Projekt an den Start gebracht. Mit dem Kiosk als sicherem Standbein. „Von den Einnahmen konnte ich die insgesamt anfallenden Kosten decken. Im Lauf der Zeit hat sich ein fester Stamm von Kreativen gebildet, die für einen monatlichen Beitrag von vier Euro Galerie und Atelier nutzen können und für jedes hier verkaufte Objekt eine kleine Abgabe zahlen. In dieser Kombination trägt sich das Ganze.“

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Neben einer ständigen Ausstellung geht es abwechslungsreich zu im „Kunstkiosk“, wie die Inhaberin ihren originellen Treffpunkt nennt. Jeden Freitag ab 20 Uhr sind Talente jeglicher Couleur willkommen zum anregenden Miteinander.

Regelmäßige Vernissagen, Konzerte und Filmvorführungen gehören ebenso zum Veranstaltungskalender wie die ein oder andere kleine Feier – und das an jedem ersten Samstag im Monat ab 15 Uhr stattfindende „Open-Art-Treffen“, wo Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen ihre neuesten Kreationen vorstellen.

Und last but not least: Einmal im Jahr sind Obdachlose und Bedürftige im „Kunstkiosk“ zum Essen eingeladen und dürfen sich umsonst an einem Angebot von Hygieneartikeln und gespendeter Kleidung bedienen. So bekommt die Kunst auch noch eine caritative Note.