Das „Theater der Generationen“ Ein sehr starkes Stück ...

Wuppertal · ... hat jetzt das Wuppertaler „Theater der Generationen“ unter der Regie von Charlotte Arndt mit dem Henrik-Ibsen-Klassiker „Peer Gynt“ auf der Bühne des Theaters am Engelsgarten abgeliefert.

Felix Lehnigk als Peer Gynt im mittleren Alter, im Hintergrund Michelle Middlehoff.

Foto: Uwe Schinkel

Das vielköpfige und altersgemischte Ensemble zeigt sich dem sowohl inhaltlich wie darstellerisch und sprachlich komplexen Stoff beinahe durchgängig bestens gewachsen. Zusammen mit einem zwar sparsamen, aber ausgesprochen wirkungsvollen Bühnenbild und Einspielungen von Edvard Griegs „Peer Gynt“ ergibt sich eine zweistündige Aufführung (mit Pause), die fesselt und in den Bann zieht.

Die Geschichte des Lügners, Spiegelfechters und Phantasten Peer Gynt, der so viele Menschen und so viele ihn Liebende enttäuscht und verletzt sowie am Ende ganz und gar leer zurückbleibt, ist zeitlose Psychologie. Das „Theater der Generationen“ zeigt dem Publikum den Antihelden in drei Lebensaltern: Intensiv und überzeugend gespielt von Leander Diedam, Felix Lehnigk (er vor allem!) und Hartmut Krüpe-Silbersiepe. Ihnen ebenbürtig Petra Moll als Peers Mutter, Julia Girod als Peer-Braut Solveig, Timo Holzem (nicht nur als Troll-König) sowie die eigenwillige Barbara Sojka, die dem Adjektiv „mephistophelisch“ ganz individuelles Leben einhaucht.

Ibsens „Peer Gynt“ ist eine ungewöhnliche Mischung aus (nordischer) Sagenwelt, menschlichem Seelenabgrund und viel Emotion. Das „Theater der Generationen“ serviert diesen Cocktail ausgesprochen professionell.

Und die Moral von der Geschicht’: Sei du selbst – und lüge nicht.

Nochmals zu sehen am 21. und 22. Februar 2026 im Theater am Engelsgarten.