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Wuppertal: Erstes Chorkonzert mit selten gespieltem Requiem​

Sinfonieorchester und Konzertgesellschaft : Erstes Chorkonzert mit selten gespieltem Requiem

Mit dem Requiem des französischen Tonschöpfers Louis Théodore Gouvy steht am Sonntag (26. November 2023) um 18 Uhr eine Rarität und Wiederentdeckung auf dem Programm des 1. Chorkonzerts von Sinfonieorchester Wuppertal und Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal.

Die Leitung in der Historischen Stadthalle Wuppertal übernimmt Gregor Meyer, der unter anderem als Leiter des renommierten Gewandhauschores Leipzig tätig ist und auch in Wuppertal 2021 bereits ein Chorkonzert dirigierte. An seiner Seite sind Veronika Seghers (Sopran), Sylvia Rena Ziegler (Mezzosopran), Uwe Stickert (Tenor) sowie Thomas Laske (Bariton) solistisch zu erleben.

Louis Théodore Gouvys groß angelegtes, rund einstündiges Requiem entstand 1874 zeitgleich zu Giuseppe Verdis Requiems-Fassung, die Gouvy allerdings nicht kennen konnte. Es ist überaus klangfarbenreich, aber dennoch nur sehr selten zu hören. Nachdem der Komponist sein Werk auf eigene Kosten in Paris aufführen ließ, erlebte es zwei weitere Aufführungen im Kölner Gürzenich, eine im französischen Saint-Pantaléon sowie eine in Mönchengladbach.

Danach scheint das Requiem zu Gouvys Lebzeiten nicht mehr aufgeführt worden zu sein und geriet in Vergessenheit. Damit bietet das 1. Chorkonzert „Requiem aeternam“ eine mehr als lohnende (Wieder-) Entdeckung in Wuppertal.

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Zu Beginn des Konzertprogramms erklingt Felix Mendelssohn Bartholdy berühmte Vertonung des Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“. Für Robert Schumann war das Werk schlicht die „höchste Stufe, die (…) die neuere Kirchenmusik überhaupt erreicht hat“. In der Tat ist Mendelssohn Bartholdy ein Lieblingsstück vieler Chöre gelungen – das jedoch seine Tücken bereithält. Wenn etwa im Schlusschor der Solosopran glockenklar über den perfekt intonierten Männerstimmen schweben muss.