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Wuppertal: Boris Charmatz wird neuer Tanztheater-Intendant

Einstimmige Entscheidung : Boris Charmatz wird neuer Tanztheater-Intendant

Einstimmig hat der Aufsichtsrat des Wuppertaler Pina-Bausch-Tanztheaters am Nachmittag des 21. Oktober 2021 der Berufung des französichen Tänzers und Choreographen Boris Charmatz (48) als neuem Intendanten zugestimmt. Charmatz’ Zeit in Wuppertal beginnt im September 2022, wenn die Amtsperiode der bisherigen Intendantin Bettina Wagner-Bergelt endet.

Nach viermonatiger, intensiver Findungsphase stellte sich der französische Künstler am Donnerstag, 21. Oktober 2021, während einer emotionalen, in die Zukunft blickenden und sehr gut gelaunten Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor.

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind nannte Charmatz „einen der prägenden Köpfe des modernen Tanzes“ – und freute sich über „ein so kraftvolles Signal für Wuppertal“.

Boris Charmatz selbst, der die Pressekonferenz auch mit einer aus sparsamen Bewegungen und einer gesummten Melodie komponierten kleinen Tanz-Performance „würzte“, lobte das künstlerische, technische und organisatorische Team des Wuppertaler Tanztheaters aus ganzem Herzen. Außerdem entwarf er hochinteressante Visionen, um das Erbe Pina Bauschs zu bewahren, in der Gegenwart zu transformieren und in die Zukunft zu führen.

Besonders erwähnenswert seine Ideen, um die Arbeit des Tanztheaters öffentlicher werden zu lassen – beispielsweise unter freiem Himmel und für alle Menschen sichtbar auf dem Platz vor dem Bismarckturm auf der Hardt. Der wäre dann kein Parkplatz mehr, sondern ein, so der Franzose, „offenes Studio, den Blicken und den Elementen ausgesetzt ...“

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Charmatz bekannte seine „Liebe zu Wuppertal auf den ersten Blick“, beschrieb seine eigene Rolle als „einer aus dem Ensemble“ – und formulierte seinen Wunsch, dass das Werk Pina Bauschs zum Unesco-Weltkulturerbe gehören müsse.

Seine von großer Herzlichkit geprägte Rede, die der zukünftige Tanztheater-Inntendant in deutscher und französischer Sprache hilt, schloss Boris Charmatz angesichts der Entscheidung, die die auch mit Ensemblemitgliedern und Tanztheater-Experten besetzte Findungskommission zu seinen Gunsten getroffen hat, mit den Worten: „Ich bin überwältigt.“