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Kunstaktion in Wuppertal: „LichtZeichen“ an der Färberei

Kunstaktion : „LichtZeichen“ an der Färberei

Wo am Abend Flanieren? Wohin beim Gassigehen, welches Ziel hat die späte Joggingrunde? Nach Einbruch der Dunkelheit bietet sich das Schaufenster neben dem Haupteingang der „Färberei“ am Peter-Hansen-Platz in Oberbarmen an. Es ist jetzt zu einem Zeigefenster, Erzählfenster und Denkfenster geworden.

Die auffällige Rasterung der „Färberei“-Fenster dient als Inspiration für „LichtZeichen2021“, ein Lichtkunstwerk der „RaumZeitPiraten“. Gezeigt werden zerbrechlich fragil auf das Glas geworfene Buchstaben aus Licht, die auf den ersten, flüchtigen Blick ihre Botschaft verweigern und ein Innehalten einfordern. Entgegen der gewohnten, schlagwortartigen Werbebotschaften blenden sich hier, in den Abend- und Nachtstunden, in beruhigtem Rhythmus, kreuzworträtselartig Buchstabenreihen ein und aus, die still auf ihre Entschlüsselung warten.

Die Arbeit reflektiert Kunstproduktion in Zeiten des Lockdowns. Die projizierten Textzeilen entstammen einem Aufruf der „RaumZeitPiraten“ an die Bewohnerinnen und Bewohner Wuppertals, sich zur aktuellen Situation zu äußern und Teil eines kollektiven Kunstwerks zu werden. „In einer Zeit, in der die persönliche Begegnung vermieden wird und das Gebot des ,nicht Zusammenkommen‘ und des ,Abstandhaltens‘ über allem schwebt, sind kulturelle Produktionen notwendig, die trotz aller Einschränkungen kommunikative Brücken schlagen können. Dazu befragen wir das Fenster als Membran zwischen Innen und Außen, als Schnittstelle und Präsentationsfläche zwischen privatem und öffentlichem Raum“, so die Initiatorinnen und Initiatoren.

  • Viele Menschen nehmen das Angebot wahr.
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  • Die Ausstellung im Fenster an der
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  • Die Musikerinnen Charlotte Jeschke (li.) und
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 Ein Hingucker.
Ein Hingucker. Foto: Max Höllwarth