Welche Mittel wirklich schützen: Mückenplage droht

Welche Mittel wirklich schützen : Mückenplage droht

Das milde Winterklima 2015/2016 und die zuletzt feuchtwarme Witterung machen Experten zufolge eine Mückenplage im Sommer wahrscheinlich. Die Apotheker in Wuppertal erklären, wie man sich wirksam vor den Plagegeistern schützen kann.

Einen wirksamen Schutz vor Mücken, Fliegen, Zecken und anderen Parasiten bietet der Einsatz von sogenannten Repellentien. Dabei handelt es sich um Insekten abwehrende Mittel, die auf die menschliche Haut aufgetragen werden. "Ihr spezifischer Geruch soll insbesondere Stechmücken aber auch Fliegen und andere Insekten vom Körper fernhalten. Welche Wirkstoffe am besten wirken, darüber informieren und beraten die Apothekenteams persönlich", erläutert Regine Quinke, Pressesprecherin der Apotheker in Wuppertal.

Von besonderer Bedeutung sind Insektenabwehrmaßnahmen für spezielle Risikogruppen wie Säuglinge und Kleinkinder, ältere und kranke Menschen. Hier ist eine qualifizierte Beratung vor einer Anwendung unerlässlich.

Ein ungenügender Schutz trotz Repellenteinsatz ist meist auf eine falsche Produktauswahl oder eine unsachgemäße Anwendung zurückzuführen. Regine Quinke empfiehlt, generell folgende Regeln zu beachten:

· Repellentien immer frühzeitig, flächendeckend und lückenlos auftragen, aber nicht in die Nähe der Augen, Schleimhäute, Lippen oder der Nase und nicht auf frischen Sonnenbrand oder offene Wunden;
· falls ein Sonnenschutzmittel angewendet wird, ist es ratsam, erst dieses und etwas später das Repellent aufzutragen;
· Repellentien je nach Gebrauchsanweisung nach einigen Stunden neu aufbringen, den Schutz auch nach dem Duschen, Baden oder nach starkem Schwitzen erneuern.

Zum Schutz vor Mücken, insbesondere bei Reisen in Risikogebiete im Ausland, sind zusätzlich wirksame Kleidungs- und Verhaltensregeln zu befolgen. So sollte auf eine helle, körperbedeckende Kleidung geachtet werden, die nicht zu eng anliegt. Auf Parfüm oder parfümierte Seife sollte verzichtet werden. Es empfiehlt sich, regelmäßig zu duschen, um Mücken-anlockende Stoffe, die im Schweiß enthalten sind, abzuspülen. Abends sollte möglichst nicht mehr gelüftet werden.

Bei Reisen in Regionen mit hohen Gesundheitsrisiken durch Mückenstiche sollte man sich in der Dämmerung und nachts besser in geschlossenen Räumen mit Klimaanlagen und Mückenschutzgittern vor Fenstern und Türen aufhalten. Die Schlafstätten müssen durch gute Mückennetze geschützt sein. Wer in risikoreichen Reisegebieten in der freien Natur unterwegs ist, kann seine Kleidung vorher mit Insektiziden imprägnieren.

Bei Überlandreisen sollten Zelt- und Ruheplätze gewählt werden, die möglichst weit von Seen und Teichen entfernt sind. Hochrisikogebiete für Malaria sollten in der Regenzeit möglichst ganz gemieden werden.

Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro stehen bevor. Das dort auftretende Zika-Virus stellt eine Gefahr für schwangere Frauen dar. Bei ihnen könnte eine Zika-Infektion zu Schäden bei den Ungeborenen führen. Vorsichtig müssen neben Schwangeren auch immungeschwächte Patienten sein, etwa solche mit belastenden Vorerkrankungen wie Krebsleiden. Für diese Patienten besteht bei einer Virusinfektion generell ein höheres Risiko schwerer Verläufe. Beide Risikogruppen sollten sich vor einer Reise umfassend beim Arzt oder Apotheker beraten lassen.

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