1. Weihnachten

Der „Hass-Konverter“ auf dem Weihnachtsmarkt

Freitag in Barmen : Der „Hass-Konverter“ auf dem Weihnachtsmarkt

Im „Kirchenbüdchen“ auf dem Barmer Weihnachtsmarkt können Interessierte am Freitag (20. Dezember) von 15.30 bis 19 Uhr erstmals den neu entwickelten „Hass-Konverter“ ausprobieren.

Wutbürger allerorten. Hate-Speech in den sozialen Medien. Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass sind, so scheint’s, wieder salonfähig. In der virtuellen wie auch in der realen Welt. Was können wir gegen so viel Hass tun? Das fragten sich die Wuppertaler Max Moll und Andy Dino Iussa. Sie entwickelten die Idee eines „Hass-Konverters“. Eine Maschine, die Hass umwandelt. In Fragen, in Nachdenklichkeit, in Überlegungen, woher der Hass kommen mag.

So funktioniert’s: An dem Automaten befindet sich ein Trichter, in den man seinen Hass oder seine Wut hineinsprechen oder schreien kann. Dann beginnt der „Hass-Konverter“ geräuschvoll seine Arbeit. Lämpchen blinken, Rauch steigt auf. Kurz danach ertönen aus einem Lautsprecher Gedanken und Zitate von Dichtern und Dramatikern, die den Hass umwandeln in Gedankenspiele – gegen die Logik des Hasses. Schließlich wirft der Automat einen Glückskeks aus. Den bekommt, wer in den Trichter gesprochen hat – verbunden mit dem Auftrag, den Glückskeks einem fremden Menschen zu schenken. Die Verselbstständigung des Hasses oder hässlicher Gedanken wird unterbrochen, Nachdenklichkeit oder Irritation ausgelöst und eine freundlich-liebevolle Geste initiiert.