Zoo Wuppertal: Keine Elefanten-Haken mehr

Zoo Wuppertal: Verzicht auf Elefanten-Haken und Diskussion um Affe Bili

Nachdem der Grüne Zoo Wuppertal die Kritik an der Haltung der Elefanten im November noch abgeschmettert hatte, kündigt er laut Angaben des WDR an, künftig doch auf den Einsatz des so genannten Elefanten-Hakens zu verzichten.

Zusätzlich kursieren Gerüchte über die missglückte Eingliederung des Bonobo-Männchens Bili in die Affen-Gruppe.

Auch im Umgang zwischen Tier und Zoowärter soll sich etwas ändern. So sollen die Pfleger zukünftig keinen direkten Kontakt mehr mit den Elefanten haben, sondern nur noch durch ein Gitter. Bisher wurde nur der Elefantenbulle im geschützten Kontakt gehalten.

"Die Herde wird im direkten Kontakt gehalten. Es gibt natürlich verschiedene Arten, Elefanten im Zoo zu halten. Wir haben aber mit dem direkten Kontakt sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärte Andreas Haeser-Kalthoff vom Grünen Zoo Wuppertal im November im Rundschau-Interview. Nun hat der Zoo sein Konzept offenbar überdacht.

PETA begrüßt den längst überfälligen Schritt des Zoos - heißt es in einer Pressemitteilung der Tierschutzorganisation. Sie hatten im November mit einem Video im Netz die Haltung der Elefanten in Wuppertal kritisiert.

Zusätzlich steht die Haltung des Bonobo-Affenmännchens "Bili" in der Diskussion. Bili kam aus dem Frankfurter Zoo nach Wuppertal und sollte als Zucht-Männchen in die Gruppe integriert werden, doch das scheint nicht ganz zu klappen. Im Netz kursieren Fotos von Bili mit abgebissenen Ohren und wunden Fingerknöcheln. Laut der privaten Internetseite www.zoo-wuppertal.net könnte Bili die Einschläferung drohen, wenn es nicht gelingt, ihn in die Gruppe zu integrieren.

"Wir fordern den Grünen Zoo Wuppertal und insbesondere Zoodirektor Arne Lawrenz auf, kurzfristig eine Lösung für Bili zu finden", erklärt Sascha Stinder von der Tierschutzpartei des Bergischen Städtedreiecks.

Der Wuppertaler Zoo hat sich bisher noch nicht zu Bilis Fall geäußert.

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