Für die Tierrechtsorganisation PETA sollte es die Nachricht der Woche werden: In einer Pressemitteilung vom vergangenen Mittwoch fordert die Gruppe dazu auf, auf Feuerwerke – wie die beiden bei der diesjährigen Wuppertaler „Mega-Kirmes“ – zu verzichten. Besonders weil das Event „in der unmittelbaren Nähe einer zoologischen Einrichtung“ stattfinde.
Das Groteske: Der Grüne Zoo, der mit seinen Anlagen zu den modernsten Tierhaltungseinrichtungen Europas gehört, hat von der Pressemitteilung gar nichts mitbekommen. Und auch sonst verhallt die Kritik. Im Gespräch mit der Rundschau stellt Zoo-Direktor Arne Lawrenz klar, dass es hinsichtlich der Tiere keinen Grund zur Sorge gebe. Er persönlich könne auf Feuerwerke verzichten, doch für die Population im Zoo stelle die Pyrotechnik „wenig bis gar kein Problem“ dar.
Das liege daran, dass die meisten tierischen Bewohner des Zoos die Knallerei für ein Gewitter hielten. Auch während Silvester sei bis jetzt „zum Glück“ noch nie etwas passiert, so Lawrenz. Die Debatte um ein Verbot von Raketen und Böllern gewann in den vergangenen Jahren an Fahrt – zumindest die Zoobewohner stört das aber wenig.