Politische Runde der VHS: Ego-Kult, Europawahl und Steuerbluff

Politische Runde der VHS : Ego-Kult, Europawahl und Steuerbluff

Die Politische Runde der Volkshochschule geht ins 58. Jahr ihres Bestehens — und blickt auf rund 1.900 Themenabende zurück. Jetzt startet das Programm fürs erste Halbjahr 2019.

"Harte" Themen der politischen Bildung mischen sich mit Fragen der Alltagskultur: Es geht beispielsweise um Rechtsruck, Populismus, prekäre Lebenswelten, Steuerbetrug, Europawahl, die Lust am Kinderbuch, die Begegnung mit dem Tod oder die glücklichsten Menschen der Welt.

Start ist am 4. Februar 2019 mit der Frankfurter Journalistin und Buchautorin Heike Leitschuh zum Thema "Ich zuerst! Der neue Ego-Kult." Sie untersucht in ihrem neuen Buch die Frage, wie neoliberales Denken tief und zumeist unbemerkt in den Alltag der Menschen eingreift — und nur noch wenig Platz für Solidarität und Respekt lässt.

An den folgenden Montagen bis zum Sommer geben sich dann spannende und bekannte Gäste ein Stelldichein in Wuppertal: der ARD-Journalist und Satiriker Peter Zudeick, die Journalisten Stefan Dietl und Daniel Bax, die Politikwissenschaftler Dr. Kamil Marcinkiewicz und Professor Björn Hacker, der Kommunikationswissenschaftler Dr. Philip Kufferath, Ex-NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans, die Wuppertaler Kinderbuchillustratorin Ulrike Möltgen, Reisefotografin und Politische-Runde-Gründungsmitglied Jutta Ceisig-Gierse, die Wuppertaler Autorin und Dokumentarfilmerin Heike Fink, die Historikerin Dr. Kerstin Wolff vom Archiv für Frauengeschichte und VHS-Leiterin Anna Lenker.

Auf einen besonderen Abend darf sich das Publikum am 8. April 2019 freuen, wenn Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke zu Gast ist und mit Friedrich Engels symbolisch "den großen Sohn der Stadt" willkommen heißt, nachdem der vor genau 170 Jahren, in der Revolution von 1849, noch schmählich davongejagt und später steckbrieflich gesucht wurde.

Dazu "erzählt" Detlef Vonde an diesem Abend über "die revolutionäre Woche des Friedrich Engels" und stellt sein neues Buch vor, das sich Engels in der "gescheiterten Revolution" von 1848/49 widmet — eine passende Einstimmung auf das Wuppertaler Engels-Jahr 2020, als Jubiläum vor dem Jubiläum.

Die einzelnen Veranstaltungen beginnen immer montags um 19.30 Uhr im VHS-Gebäude an der Auer Schulstraße 20.
Das Programmheft der Politischen Runde gibt es bei der VHS und an vielen Stellen in der Stadt. Weitere Informationen auch im Netz auf www.bergische-vhs.de oder http://politische-runde.blogspot.de/

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