Sinfonieorchester Wuppertal: Emotionale Gegensätze

Sinfonieorchester Wuppertal : Emotionale Gegensätze

Gemeinhin gilt das Streichquartett als die Königsgattung der Kammermusik. Im 3. Kammerkonzert des Sinfonieorchesters am Montag (14. Januar 2019) um 20 Uhr in der Historischen Stadthalle am Johannisberg, demonstrieren allerdings zwei Streichquintette von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert, welche satztechnischen Möglichkeiten ein erweitertes Ensemble von fünf eigenständigen Stimmen bietet.

Reich an musikalischen Bezügen zueinander sind Mozarts Streichquintett C-Dur KV 515 und Schuberts Streichquintett C-Dur D 956. Mozarts Quintett in C-Dur zeugt von einer außergewöhnlichen Vielfalt an Klangfarben und -kombinationen und sprüht nur so vor kompositorischer Raffinesse.

Schubert hingegen trübt den Glanz der strahlend triumphierenden C-Dur-Tonart auf die ihm unnachahmlich eigene Art. Mal führt sein Quintett in dunkle Räume der Trauer, dann wieder erhellen Hoffnungsschimmer das Trübe. Die ausgeprägten emotionalen Gegensätze führen zu Extremen in Klang und Dynamik.

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