Justyna Weitz bezieht neues Atelier: Ort für Kunst und Begegnung

Justyna Weitz bezieht neues Atelier : Ort für Kunst und Begegnung

Die Künstlerin Justyna Weitz eröffnet Ende September ein Atelier an der Gruitener Straße 76b. Ab November möchte sie in den Räumen Kurse und Workshops in Malerei, Zeichnen und Kalligraphie für alle Generationen anbieten.

Neues Leben an einem Ort, der lange Zeit in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein schien: Nach dem Ende des Discounters an der Gruitener Straße machten Bäcker, Metzgerei, Reisebüro und Blumenladen ebenfalls dicht. Jetzt wird sich zumindest der Blumenladen wieder mit Leben füllen und zu einem Raum der künstlerischen Auseinandersetzung werden. Denn die Vohwinkeler Künstlerin Justyna Weitz packt hier mit viel Mut und Eigeninitiative ein großes Projekt an. Noch sehen die Räume, die sich im Inneren viel größer als erwartet präsentieren, nach viel Arbeit aus. Der Anstrich ist gerade geschafft, jetzt geht es ins Detail. "Bei Farben bin ich sehr pingelig, davon verstehe ich viel und mache es lieber selber. Außerdem kann ich es auch", so Weitz, die in den letzten oft heißen Wochen schwer geschuftet hat. Das, was sie bereits geschafft hat, kann sich sehen lassen. Nicht nur neugierige Kinder drücken sich an den Schaufenstern die Nasen platt, um zu erfahren, was hier passiert. "Das finde ich total sympathisch und hoffe, dass diese Neugier auch nach der Eröffnung anhält".

Justyna Weitz: "Eröffnet wird am Freitag, 28. September, 17 Uhr. Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann, der auf jeden Fall dabei sein möchte, wird eine kleine Rede halten. Dazu gibt es eine Ausstellung meiner Werke zum Thema Ying und Yang, die Eindrücke meiner zahlreichen China-Reisen spiegeln. Am 10. Und 11. November werde ich mich samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr an der WOGA im Westen beteiligen. Im November starten meine Mal- und Zeichenkurse, vor Weihnachten ein Kurs in Kalligraphie, und ich plane mit Künstlern und Kunsthandwerkern einen kleinen Weihnachtsmarkt vom 1. bis zum 22. Dezember. Da ich das 'Vorleben‘ meines Ateliers in die Zukunft einbeziehen will, wird es kleine Geschenke für besondere Menschen geben und da können auch schon mal Blumen eine große Rolle spielen", sprudelt die Künstlerin vor Ideen.

Bei all den vielfältigen Visionen ist Justyna Weitz eines ganz wichtig: "Mein Atelier soll keine reine Galerie werden. Die kreative Arbeit mit Menschen der verschiedensten Altersgruppen und aus verschiedenen sozialen Bereichen steht im Vordergrund."

Wer natürlich im neuen Atelier nicht fehlen wird, ist "Vohwini", der kleine schlaue Fuchs aus der Feder der Künstlerin, der gerade die Kids ermuntert, ihm ein Urlaubsbild zu malen. "Zweimal im Jahr wird er Kinder zu einem kostenlosen Workshop einladen und einmal die Senioren, denn mir liegen alle Generationen am Herzen". Das beweist die Künstlerin auch in ihrem aktuellen Projekt: "Toleranz ist immer farbenfroh" ist der Titel. Bewohner des Johanniter Seniorenstifts, Grundschüler vom Radenberg, Besucher des Familienzentrums in der Gustavstraße, Flüchtlingskinder und Schüler der Jahrgangsstufe 8 der Pina-Bausch-Gesamtschule realisieren gemeinsam kreative Ideen.

Mehr von Wuppertaler Rundschau