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Wuppertaler FDP: Technologieachse fördern statt Forensik bauen

Wirtschaft : Südhöhen: FDP will Technologieachse fördern statt Forensik bauen

Die Wuppertaler FDP fordert eine „strategische Aufwertung und Vermarktung“ der Technologieachse Süd. Sie sei zwischenzeitlich „zu einer Art Innovations-Visitenkarte“ der Stadt geworden, so der Fraktionsvorsitzende Alexander Schmidt. Er spricht sich erneut gegen die dortige Ansiedlung einer Forensik an.

„Die Technologieachse Süd auf den Südhöhen Wuppertals als Verbindung zwischen A46 und der A1, beginnend von Küllenhahn über Lichtscheidt bis zur Otto-Hahn-Straße, beheimatet viele spannende Unternehmen. Neben diesen dient sie als verkehrlich bedeutendes Bindeglied der Gewerbeflächen Vorm Eichholz, dem Engeneeringpark, dem zukünftigen Smart Tec Campus auf dem Gelände der ehemaligen Bergischen Sonne, W-Tec und Otto-Hahn-Straße. Neben vielen etablierten Firmen wie WKW, APTIV, BARMER oder auch der Gebrüder Jaeger GmbH wird sie auch von Institutionen wie dem Uni-Campus Freudenberg und der Wirtschaftsförderung geprägt. In diesem Bereich, inmitten von technologieorientierten und innovativen Firmen, macht es überhaupt keinen Sinn, eine Forensik anzusiedeln“, so Schmidt. „Stattdessen sollte die Stadt alles unternehmen, um die zu erwartenden 450 sozialversicherungspflichtigen und hochwertigen Arbeitsplätze auf der Gewerbefläche an der Parkstraße zu schaffen.“

Zudem müsse der Abriss und die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Bergischen Sonne für den „Smart Tec Campus“ beschleunigt werden. Schmidt: „Die Stadt sollte hier endlich Gas geben, damit der ,Smart Tec Campus‘ zeitnah Realität werden kann. Zusätzlich ist es unserer Ansicht nach erforderlich, dass die Stadt mit der BARMER über die Parkplätze an der ehemaligen Bergischen Sonne verhandelt. Es wäre wünschenswert und wesentlich attraktiver, wenn diese in Gänze dem ,Smart Tec Campus‘ zur Verfügung stünden.“

Die FDP orientiert sich nach eigenen Angaben an dem Stadtentwicklungskonzept, das von einem „Entwicklungscluster“ spricht, das konzeptionell auch die Gewerbefläche an der Parkstraße mit eingeschlossen habe. „Die leichtfertige Aufgabe einer wirtschaftlich und arbeitspolitisch wichtigen und notwendigen Fläche zu Gunsten einer forensischen Klinik ist aus stadtentwicklungspolitischer Sicht unverantwortbar. Nicht nur die Corona-Krise verdeutlicht, wie sehr Wuppertal Steuereinnahmen und somit neues Gewerbe benötigt. Die Technologieachse Süd spielt hier ein ganz zentrales Thema und sollte von Seiten der Stadt sowohl konzeptionell aufgewertet und entsprechend offensiv vermarktet werden. Wuppertal hat eine Stärke und diese sollte auch entsprechend genutzt werden“, so Schmidt.