Ein Haftrichter hatte einem entsprechenden Antrag zugestimmt, so Staatsanwalt Patrick Penders auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Tatverdächtigen zweifachen versuchten Mord vor. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine langjährige Gefängnisstrafe. Das Mindestmaß (in einfachen Fall) sind drei Jahre.
Unterdessen bestätigte Penders, dass es insgesamt drei Verletzte gegeben habe. Zwei Personen seien unmittelbar Ziel des Angriffs gewesen. Ein 19-Jähriger war mit schweren Verletzungen ebenso wie sein Begleiter in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine dritte, eigentlich unbeteiligte Person hatte sich derweil Schnittverletzungen an der Hand zugezogen. Die Polizei hatte in ihrer offiziellen Mittelung von zwei Verletzten gesprochen.
Der Tatverdächtige war zunächst in Richtung Tannenbergstraße geflüchtet, nachdem der Busfahrer die Tür geöffnet hatte. Der 19-Jährige wurde aber nach kurzer Zeit von Einsatzkräften entdeckt, vorübergehend festgenommen und ins Gewahrsam gebracht. Am Dienstag musste er sich dem Haftrichter stellen. (Bilder)
Messerangriff im SEV-Bus
Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, fanden die eingesetzten Beamtinnen und Beamten nach kurzer Zeit in einem Gebüsch. Der Tatverdächtige hatte es mutmaßlich auf seiner Flucht weggeworfen. Teile des Klingenschutzes lagen auch im Bus. Die Polizei sicherte vor Ort zahlreiche Spuren. Die Anklage der Staatsanwaltschaft stützt sich auch auf die Aussagen der Beteiligten sowie der Augenzeuginnen und Augenzeugen.
Die Ermittlungen laufen unterdessen weiter. Dabei geht es auch darum, warum der Streit in dem Bus ausgebrochen war.