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Wuppertaler SV: Serien-Ende, Planung und ein Schwimmbad​

Fußball-RL: Samstag in Lippstadt : WSV: Serien-Ende, Planung und ein Schwimmbad

Seit inzwischen fünf Pflichtspielen wartet der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV auf einen Sieg. Der soll möglichst am Samstag (11. März 2023) ab 14 Uhr beim SV Lippstadt gelingen – wenn der Platz über Nacht bespielbar bleibt.

WSV-Coach Hüzeyfe Dogan, der mit seinem Team in dieser Woche zeitweise auf Kunstrasen ausweichen musste, hofft, dass der Anpfiff erfolgt: „Das wäre wichtig – und ein Sieg, auch für die Köpfe, für die Moral, dass wir wieder in die Erfolgspur finden.“ Bedenken, dass seine Mannschaft die Saison austrudeln lässt, hat er nicht: „Es sind noch 27 Punkte zu vergeben. Wir haben bisher eine gute Runde gespielt – bis auf die letzten Spiele.“ Gefragt seien „100-prozentige Arbeit und Konzentration. Jeder ist Profi genug.“

Um wieder dreifach zu punkten, will Dogan die Abwehr stabilisieren: „Wir haben zu viele Gegentore in den letzten vier Spielen bekommen.“ Und nicht, wie in der Phase vor Weihnachten, „kompakt gegen den Ball gestanden“. Das habe man zuletzt „nicht gut gemacht. Die Null muss hinten stehen.“ Marco Königs und Durim Berisha sind gesperrt, Nick Galle war unter der Woche erkrankt. Dafür steht Kevin Pytlik wieder zur Verfügung.

Der Sportliche Leiter Stephan Küsters hofft indes, nach der Vertragsverlängerung mit Dogan („Er hat die Mannschaft erreicht. Es ist menschlich, dass man auch mal in ein kleines Loch fällt“), der weiterhin von seinem Arbeitgeber EMKA für den Fußball freigestellt wird, in Kürze die nächsten Personalien verkünden zu können. Helfen soll dabei, künftig wieder nicht nur Einjahresverträge anzubieten: „Da hat sich was verändert, wir sind auf einem guten Weg.“

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Während Torwart Sebastian Patzler und Spielmacher Kevin Rodrigues Pires ohnehin noch 2023/24 unter Vertrag stehen, hoglaubt Küsters („Ich selber habe einen unbefristeten Vertrag“), auch bei Akteuren wie Torjäger Serhat Semih Güler nicht chancenlos zu sein: „Er weiß, was er an uns hat. Zum Beispiel das Vertrauen vom Trainer. Natürlich hat er mit seinen Leistungen andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Aber ich bin guten Mutes, dass wir ein Mitspracherecht haben – und guten Mutes, dass er weiter unser Trikot trägt.“

Auch in Sachen Marco-Stiepermann-Nachfolge („Es ist schwierig, diese Qualität zu bekommen“) führe man „gute Gespräche“. Dogan: „Wir wissen, dass wir die Qualität besitzen, um ganz oben anzugreifen. Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten und punktuell verstärken.“

Küsters („Mir macht es Spaß. Wir wollen den nächsten Schritt machen und planen den Kader“) sieht dennoch nicht alles rosarot: „Wir müssen eine Zukunft, eine Vision haben. Man sieht in Spielen wie gegen RWE, was möglich ist. Oder wenn 6.000 Fans zum Endspiel nach Duisburg fahren. Aber ich frage mich, warum die Leute nicht in der Liga kommen. Wir haben zweieinhalb Jahre die Hausaufgaben gemacht, aber die Zuschauer kommen nicht bei Basic-Spielen ins Stadion.“

In der Tat: Nach den fast 10.000 Fans gegen RWE waren es drei Tage später gegen die Kölner U 21 lediglich 988 Besucherinnen und Besucher. Und das in einer Stadt rund 360.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Küsters: „Wir spielen erfolgreichen und attraktiven Fußball. Wir müssen nicht jedes Mal 5.000 haben, aber 2.500 bis 3.000. Was können wir machen? Wir sind überall in der Stadt präsent. Ich habe manchmal das Gefühl: Wenn ich bei jemandem im Garten ein Stadion reinbaue, guckt er aus dem Fenster – und geht ins Schwimmbad.“