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Fußball-NR-Pokal: WSV unterliegt RW Essen 0:1 (0:1)

Fußball: 0:1 (0:1) gegen RWE : Beherzter Pokal-Auftritt des WSV bleibt unbelohnt

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Halbfinale im Niederrheinpokal verpasst. Das Team von Trainer Hüzeyfe Dogan verlor am Mittwochabend (1. März 2023) vor 9.782 Fans im Stadion am Zoo mit 0:1 (0:1). Unterdessen könnte das Oberhausener Niederrheinstadion zur Ausweichstätte werden.

Der Coach konnte bis auf Kevin Pytlik (Aufbautraining) seine Stammformation aufbieten, unter anderem war Tobias Peitz wieder fit. Im Tor nahm Dogan einen Wechsel vor. Sebastian Patzler stand zwischen den Pfosten, Franz Langhoff musste auf die Bank.

Es war von Beginn an das erwartet intensive Spiel. Allerdings waren echte Torchancen zunächst Mangelware. Der Ex-Wuppertaler Felix Herzenbruch köpfte nach einer Ecke über den WSV-Kasten. Die Rot-Blauen spielten aber mutig nach vorn – und fingen sich das 0:1. Die Abseitsfalle funktionierte nicht. Isiah Ahmad Young war zu schnell für Lion Schweers, der ihn im Strafraum regelwidrig stoppte. Felix Bastians verwandelte den fälligen Strafraum (16.). (Bilder:)

Der WSV musste den Rückstand erst einmal verkraften. Dann aber setzte sich Kevin Hagemann auf der linken Seite durch, Serhat Semih Güler scheiterte am linken Pfosten aber an RWE-Torwart Jakob Golz. Der WSV erholte sich. Golz musste einen Schuss von Marco Stiepermann zur Ecke lenken (25.). Zwei Minuten später wurde ein Flankenwechsel von Stiepermann noch gefährlich abgefälscht. Auf der Gegenseite rettete Patzler vor Ron Berlinski (27.).

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Der WSV mühte sich weiter nach Kräften. Nach einer Ecke schwamm die RWE-Abwehr, ein Treffer fiel aber nicht (34.). Björn Rother hatte das 0:2 auf dem Fuß, er zielte aber knapp vorbei (40.). So ging es mit der knappen Essener Führung in die Kabinen.

Dogan vertraute weiter seiner Startelf, die die legte in Halbzeit zwei furios los. Serhat Güler bediente Marco Stiepermann im Strafraum, und der traf den rechten Pfosten. Der Abpraller verfehlte Lukas Demming nur knapp (46.). Der WSV legte nach: Güler entwischte zwei Essenern, doch den Schuss wehrte Essens Schlussmann ab (51.). Der WSV war spielbestimmend.

Güler schoss aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (56.), auch der Kopfball von Schweers nach einer Ecke verfehlte das Ziel (58.). Es war in dieser Phase ein Spiel auf ein Tor. RWE wachte wieder auf, ein abgefälschter Schuss von Sandro Plechaty zischte am linken Pfosten vorbei (61.). Der WSV brachte Moritz Montag für Tobias Peitz (72), Hagemann scheiterte mit einem Schuss an Golz (74.).

Der WSV versuchte alles. Durim Berisha flankte auf Güler, der den Kopfball aber nicht entscheidend platzieren konnte (76.). Marco Königs ersetzte Demming (83.). Der Stürmer müsste nach einer Grätsche im Mittelfeld und der folgenden roten Karte vom Feld (88.). Den Rest spielte RWE clever runter und zog ins Halbfinale ein.

Christoph Dabrowski (Trainer Rot-Weiß Essen): „Wir haben das Spiel gesehen, was wir erwartet haben. Ein engagierter Gegner, der gegen einen Drittligisten alles geben will. Wir sind im ersten Durchgang gut durchgekommen, haben in der zweiten Halbzeit aber Glück gehabt. Vielleicht das Glück des Tüchtigen. Wir müssen schnell regenerieren. Der WSV hat uns maximal gefordert. Euch alles Gute. Wir hatten heute das letzte Aufgebot als Kader, aber acht Mann, die auch in Ingolstadt in der Startelf standen.“

Hüzeyfe Dogan (Trainer Wuppertaler SV): „In der ersten Halbzeit lebte das Spiel von der Spannung. Ein- bis zweimal ist Essen schnell durchgebrochen. Nach dem Rückstand haben wir weitergespielt und waren auch die bessere Mannschaft. Wir wollten unsere Chancen nutzen. Wir hatten das Glück nicht, weil wir die zweiten Bälle nicht bekamen. Wir haben alles gegeben, daher ein großes Lob an meine Mannschaft.“

WSV-Vorstandsmitglied Thomas Richter hat am Mittwochabend (1. März 2023) auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau bestätigt, dass das Oberhausener Niederrheinstadion zum Ausweichquartier des WSV für die Zeit von April bis Oktober 2023 werden könnte, wenn im Stadion am Zoo der Rasen saniert wird. „Es sind aber noch keine Verträge unterschrieben“, so Richter.

Nach Rundschau-Informationen ist das Angebot deutlich günstiger als das aus Velbert, wo zudem das Heimspiel gegen Preußen Münster (6. Mai) wegen der geringen Kapazität nicht ausgetragen werden kann. Zuvor muss der WSV auch gegen den 1. FC Kaan-Marienborn (8. April) und den 1. FC Düren (22. April) andernorts antreten - und ist am 15. April regulär zu Gast in Oberhausen. Städte wie Remscheid, Düsseldorf und Essen scheiden ohnehin aus, weil die Polizei dort aus Sicherheitsgründen nicht zustimmen würde.

In der Regionalliga trifft der WSV am Samstag (4. März) auf die U 21 des 1. FC Köln. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 14 Uhr. Hier findet auch am 18. März das vorerst letzte Heimspiel statt, dann gegen den SV Rödinghausen (14 Uhr).

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