Fußball-Regionalliga WSV-Plan: Erst drei Punkte, dann zurück zum Zoo

Wuppertal · Gleich zwei Aufgaben will der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV im Auswärtsspiel am Freitag (27. Oktober 2023) bei der U23 von Fortuna Düsseldorf auf einmal lösen – die nächsten drei Punkte einfahren und gleichzeitig Werbung für die Rückkehr am 4. November ins Stadion am Zoo (gegen Fortuna Köln) betreiben.

Mert Göckan in Aktion.

Mert Göckan in Aktion.

Foto: Dirk Freund

Auf dem Papier geht der WSV in die Partie, die um 19:30 Uhr im Paul-Janes-Stadion angepfiffen wird, als Favorit. Düsseldorf hat aus zwölf Spielen erst neun Punkte geholt und nicht zuletzt deshalb am Montag den Trainer gewechselt. Jens Langeneke hat Nicolas Michaty nach dem 0:5 in Düren abgelöst. WSV-Coach Hüseyfe Dogan will sich von dem Ergebnis aber nicht blenden lassen: „Es ist eine junge, hungrige Truppe, die in den letzten Wochen ergebnistechnisch wenig geholt. In Düren war es auch nicht so klar: Das 5:0 hört sich nach einer Klatsche an, aber die Düsseldorfer hatten Möglichkeiten.“

Der Trainerwechsel sorge zwar möglicherweise für neue Motivation, aber, so Dogan: „Es ist eine weitere U23, gegen die haben wir uns in dieser Saison zum Teil schwer getan. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir möchten unsere kleine Serie und den kleinen Aufwärtstrend fortsetzen. Die nächste Woche interessiert mich erst einmal gar nicht. Danach ist es schön, aber es geht erst um die drei Punkte.“

Die will natürlich auch Mert Göckan, der nach zwei Jahren bei der Fortuna im Sommer zum WSV gewechselt war. „Ich würde es für mich persönlich als besonderes Spiel bezeichnen. Ich habe dort zwei schöne Jahre verbracht und viele gute Kollegen kennengelernt. Ich hoffe, dass wir am Freitag die drei Punkte holen, das wäre das Wichtige. Die Spiele in Oberhausen und Gütersloh haben uns gutgetan“, glaubt der 22-Jährige. Mit der Hälfte des Fortuna-Kaders („Eine U23 hat eine andere Intention als eine erste Mannschaft“) hat Göckan noch zusammengespielt.

Personal sieht es inzwischen beim WSV etwas besser aus. Zwar fehlt Steve Tunga wegen seiner fünften gelben Karte, auch Lion Schweers, Philipp Hanke, Kevin Rodrigues Pires und Phil Beckhoff müssen weiter passen. Dafür trainieren Davide Itter, Hüseyin Bulut und Niklas Dams wieder mit. „Dadurch haben wir wieder mehr Optionen“, freut sich Dogan, der mit Blick auf das 4:1 in Gütersloh auch Marco Terrazzino und Lukas Demming („Ihre Einwechslungen haben uns gutgetan“) und Doppeltorschütze Semir Saric („Bei ihm geht es jetzt darum, die Konstanz zu halten“) lobt.

Klar ist: Mert Göckan spielt an alter Wirkungsstätte. „Er hat die Qualität und Leidenschaft“, weiß Dogan.

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