Analyse der Partie WSV-Sportchef Manno: „Dann wird es ein Spitzenspiel“

Wuppertal · Der 4:1-Erfolg beim FC Gütersloh war der erste Punktspielsieg des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV seit dem 2:0 am 2. September 2023 gegen den FC Wegberg-Beeck. Das Heidewaldstadion verließ die Mannschaft um den Doppel-Torschützen Semir Saric zufrieden und erleichtert, aber auch realistisch.

 Der WSV traf vier Mal und verließ den Rasen als Sieger.

Der WSV traf vier Mal und verließ den Rasen als Sieger.

Foto: Stefan Rittershaus

„Natürlich hatten wir auch ein bisschen Glück“, räumte der Sportliche Leiter Gaetano Manno ein. Dass der Erfolg unverdient war, wie von Gütersloher Seite zu hören war, dem mochte er aber nicht zustimmen. „Natürlich haben wir beim Elfmeter Glück, dass er nicht reingeht. Aber bis zum 1:1 haben wir nichts zugelassen.“ Und in der zweiten Halbzeit die Chancen – im Gegensatz zu den vergangenen, zum Teil engen Partien – eben diesmal ausgenutzt.

„Es waren schwierige Wochen, in denen wir auch Pech hatten, heute eben auch Glück und das Momentum auf unserer Seite“, so Manno. „Die Mannschaft hat intensiv gearbeitet und die Basics auf den Platz gebracht. Wenn sie das bestätigt, dann haben wir ein sehr ordentliches Team und können die Spiele gewinnen.“

Der Sieg wiegt umso schwerer, als sich die Personalsituation noch einmal verschärft hatte. Niklas Dams stand erkrankt nicht zur Verfügung. Marco Terrazzino wollte sich in den Dienst der Mannschaft stellen, die ohnehin auf Philipp Hanke, Kevin Rodrigues Pires, Hüseyin Bulut, Davide Itter und Phil Beckhoff verzichten musste. Der Versuch scheiterte kurz vor dem Anpfiff, stattdessen spielte Semir Saric – der daraufhin zwei Tore erzielte. Terrazzino hatte immerhin Luft für die letzten 25 Minuten. Auf der Bank saßen vier Nachwuchstalente.

Am kommenden Freitag (27. Oktober, 19:30 Uhr, Paul-Janes-Stadion) fehlt auch Steve Tunga, der seine fünfte gelbe Karte gesehen hat. „Das tut uns natürlich weh, Steve war gut drauf. Aber auch das werden wir wegstecken“, meint Manno. „Aber es war gut, dass Lukas Demming wieder dabei war.“ Er hofft zudem, dass Dams, Itter und Bulut sich in den kommenden Tagen wieder fit melden.

An die Rückkehr am 4. November ins Stadion am Zoo denkt Manno momentan nur bedingt: „Wir hoffen, dass das Stadion wieder voller wird. Das klappt aber nur, wenn wir eine gute Woche haben und in Düsseldorf die Punkte holen. Dann wird es gegen Fortuna Köln ein Spitzenspiel.“