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Vor dem Spiel in Münster: WSV als Außenseiter mit Ambitionen

Fußball-Regionalliga: Sonntag in Münster : WSV als Außenseiter mit Ambitionen

Man kann es nicht anders sagen – dem Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV gefällt die Rolle, in der er zum Verfolgerduell am Sonntag (26. September 2021) um 14 Uhr bei Preußen Münster fährt, bestens.

Tabellendritter ist das Team von Trainer Björn Mehnert, punktgleich mit den Westfalen. Beide liegen nur einen Zähler hinter Spitzenreiter RW Essen, der allerdings eine Partie weniger ausgetragen hat. Doch während RWE und Münster den Aufstieg in die 3. Liga anstreben, ist das beim WSV – jedenfalls in dieser Saison – noch nicht der Fall. Einer der Gründe: Der millionenschwere Etat, der notwendig wäre, um nicht gleich wieder durchgereicht zu werden, ist zurzeit noch nicht in Sicht. Zudem will der Verein die seit der Winterpause fast komplett umgebaute Mannschaft Schritt für Schritt entwickeln.

Und so freut sich Stephan Küsters über die Momentaufnahme: „Wenn uns jemand vor dem Start gesagt hätte, dass wir nach acht Spieltagen 17 Punkte haben, hätten wir das direkt unterschrieben. Damit können wir sehr gut leben.“ Auch angesichts der Tatsache, dass die Lage vor einem Jahr noch ganz anders aussah und die Rot-Blauen zu diesem Zeitpunkt immer tiefer Richtung Abstiegszone gezogen wurden.

„Wir sollten das genießen. Dass wir am Sonntag ein Spitzenspiel haben, zeigt, dass die Arbeit nicht ganz falsch war. Das haben sich die Jungs verdient“, sagt Küsters. „Natürlich wollen wir schauen, was wir daraus machen können. Wir brauchen uns jedenfalls nicht zu verstecken.“ In der vergangenen Saison hatte der WSV am 23. September 2020 im Stadion am Zoo vor 575 Fans ein 1:1 erreicht. Den Treffer des Ex-Münsteraners Marco Königs (22.) glich Nico Remberg erst in der 89. Minute aus. Im Rückspiel am 24. März war der WSV beim 0:2 insgesamt chancenlos.

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Das soll sich diesmal deutlich ändern, auch wenn „Köln, Essen und Münster die Topfavoriten der Liga“ sind, wie Küsters meint. Um das zu bewerkstelligen, muss sich der WSV im Vergleich zum 3:1 gegen den VfB Homberg noch einmal steigen, auch wenn der 49-Jährige zufrieden war: „Das war ein sehr unangenehmer Gegner. Homberg ist eine Mannschaft, die dem ein oder anderen Team noch wehtun wird. Unterm Strich war der Sieg verdient. Wir sind froh darüber, die drei Punkte zählen.“

An Motivation dürfte es ohnehin nicht mangeln, haben doch mehrere WSV-Spieler eine Preußen-Vergangenheit. Dazu zählen Niklas Heidemann (2018 bis 2021), Lion Schweers (2014 bis 2019), Marco Königs (2012/13 und 2020) und Kevin Rodrigues Pires (2018 bis 2020), der nach seinem leichten Faserriss wieder fit sein dürfte. Infos zum Vorverkauf will der WSV in Kürze bekanntgeben. Zum Heimspiel der Preußen gegen RWE (2:3) waren 7.500 Zuschauerinnen und Zuschauer in das Stadion an der Hammer Straße gekommen. Auf der Abreise gerieten die Fanlager aneinander.

Vor der Partie in Münster bestreitet der WSV ein Freundschaftsspiel beim Kreisligisten RW Ennepetal-Rüggeberg. Anstoß ist um 19 Uhr. In Rüggeberg ist Christian Hagemann, Vater von WSV-Stürmer Kevin Hagemann, 2. Vorsitzender.