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Studie der Bergischen Uni zum Hochschulsport veröffentlicht

Bergische Uni : „Sport in den größten Stressphasen unverzichtbar“

Mehr als 500.000 Studierende und Beschäftigte von 17 nordrhein-westfälischen Hochschulen erhielten im Sommersemester 2018 Post von der Bergischen Universität Wuppertal. In einer landesweiten Online-Umfrage wurden Bedarfe und persönliche Erfahrungen rund um das Thema Hochschulsport abgefragt.

Die Studie führten die Wissenschaftler Prof. Dr. Horst Hübner, Birger Hense und Oliver Wulf von der Forschungsstelle Kommunale Sportentwicklungsplanung durch. Die Ergebnisse sind nun als Buch erschienen und wurden im Rahmen einer Videokonferenz vorgestellt. „Das wesentliche Ergebnis der Umfrage ist, dass die untersuchten 17 Hochschulsporteinrichtungen im Schnitt nahezu ein Viertel des gesamten Sporttreibens der Studierenden organisieren, wobei die Organisationsquote, je nach Hochschulstandort, zwischen 13,5 und 33,5 Prozent stark variiert. Auch die besondere Relevanz sportbezogener Aktivitäten für einen gelingenden Umgang mit Stresserfahrungen, Zeit- und Leistungsdruck im Setting Hochschule konnte eindrucksvoll belegt werden“, fasst Prof. Hübner zusammen.

Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, betonte in ihrem Grußwort zu Beginn der Videokonferenz den besonderen Beitrag des Hochschulsports: „Hochschulen sind nicht nur Orte des Lehrens, Lernens und Forschens. Sie sind auch Orte der Begegnung. Gerade beim Hochschulsport finden Kommunikation, Begegnungen und interkultureller Austausch über Fächergrenzen hinweg statt. Der landesweite Trendreport zur Leistungsfähigkeit des Hochschulsports belegt die Bedeutung des Hochschulsports. Ich hoffe, dass die Ergebnisse der Analyse dazu beitragen, das attraktive Sportangebot an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen für alle Nutzergruppen noch weiter zu verbessern.“

Prof. Dr. Lambert T. Koch, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Universitäten NRW, hebt hervor: „Die Studie schafft nicht nur einen exzellenten Überblick darüber, wie ungeheuer vielfältig und attraktiv der Hochschulsport sich in unserem Bundesland präsentiert. Sie belegt auch nachdrücklich, wie das hochschulische Sportangebot die Persönlichkeitsentfaltung unserer Studierenden vieldimensional zu unterstützen vermag. Ich kann mich noch gut erinnern, dass mir in meinem eigenen Studium Sport gerade in den größten Stressphasen besonders unverzichtbar war.“

Basis der landesweiten Großstudie, die von den Hochschulen und der Landeskonferenz Hochschulsport sowie von der Kanzlerrunde NRW und dem Wissenschaftsministerium aktiv unterstützt wurde, war ein Fragebogen, der online ausgefüllt werden konnte. Studierende und Beschäftigte erhielten von ihren Hochschulverwaltungen einen entsprechenden Link auf Server der Bergischen Universität – verbunden mit der Bitte zur Teilnahme. 25.900 Studierende und über 9.100 Beschäftigte sind der Bitte gefolgt und haben zum Erfolg der Studie beigetragen. „Wir hoffen, mit den Ergebnissen einen empirisch fundierten Beitrag zur künftigen Ausgestaltung des Angebots leisten zu können, der den identifizierten Bedarfen gerecht wird“, so Prof. Hübner. Neben Angaben zur sportlichen Aktivität sowie zu Art und Umfang des Sporttreibens und zur Gesundheitsförderung finden sich im rund 460-seitigen Ergebnisband u.a. für jeden Hochschulsportstandort Analyseergebnisse zur Qualität der Angebote, Zeitstrukturen und Sportstätten.