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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV unterliegt RW Essen 1:2 (0:1)

Fußball-Regionalliga: 1:2 (0:1) gegen Essen : WSV verlässt das Derby erhobenen Hauptes

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat auch das Rückspiel gegen RW Essen verloren. Nach dem 1:6 an der Hafenstraße musste sich das Team von Trainer Björn Mehnert am Samstagnachmittag (8. Mai 2021) im Stadion am Zoo dem Aufstiegsaspiranten mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Auf der Tribüne saß Ex-Bundesliga-Coach Peter Neururer.

Drei Änderungen gab es mit Blick auf die 2:4-Niederlage in Düsseldorf: Kapitän Tjorben Uphoff war wieder dabei. Joey Paul Müller hatte seine Gelbsperre abgesessen. Und auch Mateo Aramburu rückte in die Startformation. Kevin Rodrigues Pires (muskuläre Probleme) musste dagegen passen, Marco Königs (Fußververletzung) sowieso. Lars Holtkamp nahm zunächst auf der Bank Platz.

Essen hatte von Beginn an mehr Ballbesitz, die Defensive des WSV stand aber kompakt und ließ zunächst nichts zu. 20 Minuten verlief die Partie nach diesem Muster, ehe der Tabellenzweite aus dem Ruhrgebiet zuschlug: Nach einer Ecke stieg Daniel Heber zum Kopfball hoch und traf aus sieben Metern - 0:1 (21.). Essen blieb in der Folgezeit das spielbestimmende Team, ohne aber weitere große Gelegenheiten zu haben. Das änderte sich jedoch kurz vor der Pause. Erst geriet Noah Salau eine Kopfballrückgabe zu kurz, Torwart Sebastian Patzler klärte an der Strafraumgrenze per Fuß den Schuss von Oguzhan Kefkir. In der Nachspielzeit setzte RWE-Torjäger Simon Engelmann einen Schuss an den Pfosten (45.+1.). Die Führung der Gäste zur Halbzeit war verdient.

  • Auch Kevin Hagemann (am Boden) konnte
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  • Beyhan Ametov brachte den WSV im
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  • Semir Saric (li.) und Leihgabe Moritz
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Der WSV startete in den zweiten Durchgang mit frischem Personal: Lars Holtkamp kam für Kevin Pytlik. Und Holtkamp hatte auch direkt eine gute Chance: Aus rund 20 Metern verfehlte er das Tor nur knapp (49.). Semir Saric scheiterte kurz darauf mit einem Freistoß-Schlenzer (51.). Das Spiel wurde zunächst etwas offener. Patzler musste aber gegen Daniel Heber sein ganzes Können aufbieten, um mit einer starken Parade das 0:2 zu verhindern (56.). Auch gegen Marco Kehl-Komez war der Schlussmann zur Stelle (75.). Mehnert brachte Isaak Akritidis für Aramburu (77.) und Burak Gencal für Ametov (82.). Das zweite Tor machte aber ebenfalls Essen: Der eingewechselte Steven Lewerenz traf aus 14 Metern – 0:2 (89.). Der WSV gab sich nicht geschlagen und wurde für die engagierte Leistung nach der Pause zumindest noch etwas belohnt: Nach einer Ecke köpfte Moritz Römling zum 1:2 ein (90.+1.). Ein weiterer Treffer gelang den Rot-Blauen nicht. Und so gingen auch die Rückspiel-Punkte nach Essen, das letztlich abgezockter war.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Insgesamt war es eine unglückliche Niederlage. Natürlich hatte Essen in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, aber lange ohne zwingende Chancen bis auf die beiden vor der Pause. RWE hatte mehr Spielkontrolle. Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren nicht mutig und ballsicher genug. Es fehlte die Überzeugung im Spiel mit Ball. Das 0:1 fällt aus einer Standardsituation. Wir selber haben drei, vier Umschaltsituationen schlecht ausgespielt. Deshalb lagen wir zur Halbzeit verdient in Rückstand. Anfang der 2. Halbzeit haben wir Essen zehn Minuten in die eigene Hälfte gedrängt und hatten die Riesenchance durch Semir Saric. Da müssen wir das 1:1 machen. Dann lassen wir Essen zurück ins Spiel. Es wurde bei uns ein bisschen wild. Wir haben alles probiert, aber RWE macht das 2:0. Wir haben alles rausgehauen, was ging, gerade in der zweiten Halbzeit. Essen war einen Tick cleverer und hat eben auch etwas mehr Qualität. Das muss man auch ehrlich sagen. Die Niederlage ärgert mich trotzdem sehr. Essen war heute nicht so sehr unbesiegbar. Wir hätten mitnehmen können. Ich ärgere mich, dass wir in der ersten Halbzeit nicht mutig genug waren. Danach war es ein offenes Spiel. Wir werden jetzt regenerieren und legen den Fokus auf den Pokal und Homberg. Wir wollen eine Runde weiterkommen. Ob Kevin Rodrigues Pires rechtzeitig fit wird, müssen wir abwarten.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv und nicht mit viel Selbstvertrauen unterwegs. Wir kamen nicht nach vorne und haben viele Bälle abgeschenkt. In der Pause hat der Trainer taktisch umgestellt, wir waren dann schneller und besser im Spiel. Wir hätten den Ausgleich durch Semir Saric erzielen müssen. Als wir viel Druck machen, fällt das 0:2. Essen war da in Überzahl. Im Gegenzug fällt zwar der Anschluss, aber wir hatten dann zu wenig Zeit. Wir hätten einen Elfmeter kriegen müssen. Der Schiri war allerdings mehr mit der Trainerbank als mit Spiel beschäftigt. Unser Trainer und Co-Trainer hat die gelbe Karte gesehen. Insgesamt war es eine schöne Reaktion auf das Hinspiel, die Jungs haben es besser gemacht. Wir haben leider wieder verloren, das macht man nie gerne gegen Essen. Trotzdem haben wir die Ausfälle gut kompensiert.“

Die nächste Partie ist das Pokal-Viertelfinale gegen den VfB Homberg. Anpfiff im Stadion am Zoo ist am Mittwoch (12. Mai 2021) um 19 Uhr. In der Regionalliga gastiert der WSV am 15. Mai beim SC Wiedenbrück (14 Uhr).

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