Fußball-RL: Samstag in Wiedenbrück Der WSV hofft auf die nächste Spielertraube

Wuppertal · Kann sich der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV etwas von der Abstiegszone absetzen? Das klärt sich am Samstag (28. Februar 2026), wenn das Team von Trainer Mike Wunderlich um 14 Uhr beim direkten Konkurrenten SC Wiedenbrück antritt.

Torschütze Amin Bouzraa.

Foto: Dirk Freund

Welcher Druck auf der Mannschaft und den Verantwortlichen lag, zeigte sich gegen die U21 des 1. FC Köln. Nach dem 1:0-Siegtreffer von Amin Bouzraa in der Nachspielzeit gab es kein Halten mehr. Bouzraa verschwand unter einer formidablen Spielertraube, und auch aus Wunderlich brach es heraus.

Dennoch blieben die Verantwortlichen realistisch. „Wir sind sehr zufrieden, aber kommende Woche wartet in Wiedenbrück das nächste ganz wichtige Spiel“, kommentierte Sportchef Gaetano Manno. Wiedenbrück liegt zwar mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, hat sich aber längst noch nicht aufgegeben. Das zeigte sich beim 0:0 in Lotte, als die Mannschaft des impulsiven Chefcoaches Sascha Mölders nur aufgrund mehrerer vergebener Chancen den möglichen Sieg verpasste. (Bilder)

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WSV schlägt Kölns U21

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Erwartet wird ein absolutes Kampfspiel auf einem nicht einfachen Geläuf. Ganz im Sinne von Mike Wunderlich: „Unser Weg muss mit purer Leidenschaft sein. Das sieht nicht immer schön aus, aber es geht im Abstiegskampf darum, seinen Mann zu stehen, als Team geschlossen aufzutreten und diesen Verein zu repräsentieren.“

Umso mehr ärgerte sich der 39-Jährige über die gelb-rote Karte gegen Josue Santo wegen Ballwegtretens, der nun eine Partie aussetzen muss. Der aus Siegen ausgeliehene wuchtige Stürmer ist zwar im Trikot des WSV noch ohne Torerfolg, sorgte vor dem gegnerischen Kasten aber für viel Unruhe und überzeugte als Anspielstation. Hat der 22-Jährige eine vereinsinterne Strafe auferlegt bekommen? „Das bleibt intern“, sagt Manno.

Und so muss Wunderlich zumindest auf dieser Position umstellen. Das übergeordnete Ziel, dass der WSV-Trainer schon vor dem Erfolg gegen Köln, dem ersten seit Oktober, ausgegeben hatte, ist ohnehin davon unberührt: „Wir werden nicht belohnt, wenn wir die Basics nur alle drei, vier Wochen abrufen. Wir müssen Woche für Woche den Bock umstoßen.“

Nach dem guten Auftritt gegen die U23 des BVB (2:2) hatte es auf Schalke eine herbe 1:5-Niederlage gesetzt. Nun soll ein zweiter Sieg in Folge her. Zumal am Freitag Velbert und Düsseldorf II aufeinandertreffen und mindestens ein Team punktet. „Wir schauen nur auf uns“, legt sich Manno fest. In der Hoffnung, dann im Wiedenbrücker Jahnstadion wieder eine Spielertraube zu sehen.