Wuppertaler OB-Kandidat: CDU appelliert an Grüne

Kommunalwahl : Wuppertaler OB-Kandidat: CDU appelliert an Grüne

Die Wuppertaler CDU hat die Meldung der Rundschau bestätigt, nicht den von den Grünen ins Auge gefassten Oberbürgermeister-Kandidaten Prof. Dr. Uwe Schneidewind zu unterstützen. Das sei auf der Kreiskonferenz am Mittwochabend (9. Oktober 2019) beschlossen worden.

„Nach einer Standortbestimmung zur OB-Kandidatur 2020 und einer lebendigen und konstruktiven Diskussion traf die CDU auf die zur Abstimmung gestellte Frage, ob die CDU die Einladung des schwarz-grünen Kernbündnispartners annehmen und Prof. Dr. Uwe Schneidewind als gemeinsamen OB-Kandidaten aufstellen soll, bei drei Enthaltungen ein einstimmig ablehnendes Votum“, heißt es. Man halte „unverändert einen gemeinsamen Spitzenkandidaten / eine gemeinsame Spitzenkandidatin von CDU, Grünen und FDP für die erfolgversprechendste Option für einen Richtungswechsel im Wuppertaler Rathaus“.

Der CDU-Vorsitzender Matthias Nocke: „An der menschlichen Integrität von Uwe Schneidewind besteht dabei auch in der CDU kein Zweifel. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass renommierte Persönlichkeiten bereit sind, für das schwierige Amt des Oberbürgermeisters zur Verfügung zu stehen; seine grundsätzliche Bereitschaft hierzu ist ein Kompliment für Wuppertal. Es bestehen aber seitens der CDU-Mitglieder große Bedenken, dass in grundsätzlichen Fragestellungen und Themen die CDU nicht ausreichend vertreten werden kann. Auch die Bewältigung der Aufgabe, den ‚Konzern Stadt‘ zu einem Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger umzubauen und generell wieder auf einen neuen Kurs zu bringen, sehen die Mitglieder sehr skeptisch. Die CDU ist nicht davon überzeugt, dass es unter den gegenwärtigen Voraussetzungen Uwe Schneidewind gelingen kann, Menschen unterschiedlicher Lebensstile milieuübergreifend zusammenzuführen.Wir appellieren an die Grünen, die gemeinsame Findung fortzusetzen. Das oberste Ziel der CDU bleibt, ein gemeinsamer Kandidat / eine gemeinsame Kandidatin von CDU, Grünen und FDP.“

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