Wuppertaler Höhenretter im Riesenrad unterwegs

Übung in Barmen : Mit Video: Höhenretter im Riesenrad unterwegs

Die Feuerwehrleute der Wuppertaler Höhenrettung sind schon auf viele Gebäude und Konstruktionen geklettert. Aber das Übungsobjekt, vor dem sie nun standen, war auch für die mutigen Frauen und Männer neu. 50 Meter hoch, 280 Personen fassend und Dutzende Tonnen schwer ist das Jupiter-Riesenrad, das im Rahmen der Barmer Kirmes vor dem Rathaus aufgebaut ist.

Viele Menschen nutzen die Attraktion und drehen auf Volksfesten ihre Runden. Und bislang ist auch jeder wieder heil runtergekommen, wie Betreiber Rudolf Barth betont. Dennoch sind er und sein Team froh, dass die Feuerwehrleute den Ernstfall trainierten. Dabei ließen sie sich auch nicht von Regen und typischem bergischen Wetter abhalten.

In der simulierten Lage war ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten abgestürzt und in etwa 30 Meter Höhe in seinen Sicherungsseilen hängen geblieben. Wegen seiner Verletzungen konnte er sich nicht mehr retten und war auf die Hilfe der Kameraden angewiesen. Bereits eine Viertelstunde nach ihrem Eintreffen erreichten die Helfer den Mann. Über das runde Stangensystem fanden sie genügend Angriffsflächen, um sich schnell fortzubewegen. Nach weiteren 15 Minuten hatte der verletzte Kollege bereits wieder sicheren Boden unter den Füßen. Auch wenn es gefährlich aussah, zeigen sich die Kameraden entspannt: „Es gibt definitiv gefährlichere Bereiche bei der Feuerwehr.“

Für die Wuppertaler Höhenretter ging es rund

Sollte ein Riesenrad oder auch eine Achterbahn tatsächlich einmal ausfallen, warnen Feuerwehr und Betreiber eindringlich davor, das Fahrgeschäft eigenhändig zu verlassen. „Wir besitzen bei dem Rad drei Sicherheitsmechanismen. Wir haben mehrere Akkus verbaut, können eine mechanische Entriegelung einsetzen oder die Motoren frei drehen“, so Barth. Darum appelliert Feuerwehrsprecher Marcel Betz: „Verhalten Sie sich ruhig, bleiben Sie sitzen. Es gibt so viele Sicherheitseinrichtungen, dass man meistens die Höhenrettung nicht braucht.“

Und wer schon feststeckt, der kann im Zweifel aus der Not eine Tugend machen – und einfach die schöne Aussicht genießen.

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