Wuppertal sucht vermissten Hund Maggy

Seit 13. August vermisst, aber immer wieder gesehen: Maggy : Eine Stadt sucht einen Hund

Ina Simon und Gregor Lisicki sind verzweifelt. Seit Wochen suchen sie nach Maggy, ihrer Deutsch-Drahthaar-Hündin. Immer wieder wurde die drei Jahre alte Hundedame gesichtet – zuletzt am Schlupkothen in Wülfrath.

Das war vor zwei Wochen, da war Maggy schon fünf Wochen unterwegs. Bei der Suche nach der Hündin lassen sich Ina Simon und Gregor Lisicki von einem Suchhund unterstützen. Der nimmt überall dort die Spur auf, wo jemand Maggy gesehen haben will. Das war in Wülfrath so – und auch an etlichen anderen Orten in Wuppertal. Am Falkenberg war sie einem Mann aufgefallen, der auf seiner Terasse saß, als sich Maggy vor dem Haus liegend von den Strapazen ausruhte.

Entlaufen ist Maggy am 13. August am Nützenberg. Dort war sie mit Herrchen Gregor Lisicky unterwegs, der sie abgeleint hatte, weil der Nützenberg für Maggy heimatliches Gebiet ist. Dort kennt sie sich aus und es war nicht zu befürchten, dass sie wegläuft. Das geschah dann aber doch – plötzlich und unvermittelt. Und vor allem ohne jeglichen Anlass, denn Maggy wirkte nicht so, als würde sie eine Wildspur verfolgen. „Sie ist von jetzt auf gleich losgelaufen“, erinnert sich Gregor Lisicki. Er selbst habe sich anfangs dabei nicht viel gedacht – erst als Maggy nach zwei Minuten immer noch verschwunden blieb, habe er sich Sorgen gemacht. „Wir waren danach die ganze Nacht im Wald bis zum nächsten Morgen“, berichtet Ina Simon von der verzweifelten Suche nach dem schmerzlich vermissten Familienmitglied.

Kurz danach sei Maggy offenbar auf der A46 kurz hinter der Ausfahrt Varresbeck angefahren worden. Eine anonyme Anruferin hatte davon berichtet – und offenbar hatte noch jemand den Unfall beobachtet und die Situation auf Facebook geschildert. Es folgten weitere Sichtungen in etlichen Wuppertaler Stadtteilen, die auch vom Suchhund bestätigt werden konnten.

„An einem Tag ist Maggy quer durch Oberbarmen gelaufen. An der Märkischen Straße wurde sie beinahe angefahren“, erzählt Ina Simon, was ihr Augenzeugen berichtet hatten. Auch dort hatte später der Suchhund angeschlagen.

Noch immer klingeln bei Ina Simon und Gregor Lisicki die Telefone und beide freuen sich über jeden Anruf – in der Hoffnung, dass sie ihre Maggy bald wieder bei sich haben. Bis zu 15 Stunden am Tag suchen beide nach ihrer Hündin – aber bald sind die Semesterferien vorbei. Mittlerweile hängen die Suchplakate schon in den Niederlanden, weil auch dort jemand Maggy beobachtet haben will. „Heute hat jemand einen Hund am Dönberg gesehen, mein Freund ist sofort hingefahren“, erzählt Ina Simon. Auf der Suche nach Maggy überall unterwegs, seien sie auch anderen entlaufenen Tieren begegnet.

So ist Hündin Trixy wieder zu Hause bei ihren glücklichen Besitzern – und auch zwei Katzen liegen wieder auf ihrer heimischen Couch. „Wir sind nicht so egoistisch und schauen nicht nur auf unseren eigenen Hund“, sagt Ina Simon.