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Steine und Inseln: Die Wupper wird immer natürlicher

Renaturierung : Steine und Inseln: Die Wupper wird immer natürlicher

Die Schlossbleiche ist im Bereich Mäuerchen / Blankstraße in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2020 gesperrt. Grund sind Arbeiten in der Wupper. Dort steht das Projekt zwischen Wall und Ohligsmühle kurz vor dem Abschluss.

Um die Bagger wieder aus der Wupper zu heben, muss noch einmal der große Kran anrücken und im Kreuzungsbereich Mäuerchen, Bankstraße und Schloßbleiche aufgestellt werden. Daher ist dieser Bereich vom 29. Oktober um 23:30 Uhr bis zum 30. Oktober um 4 Uhr für Kraftfahrzeuge tabu. Die Durchfahrt für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge wird gewährleistet.

Seit dem 23. September sind die Bagger im Wupperabschnitt zwischen der Brücke Wall und der Schwebebahnstation Ohligsmühle im Einsatz. In dieser Woche wird die Renaturierung durch dieStadt Wuppertal und den Wupperverband abgeschlossen. In dem rund 350 Meter langen Abschnitt mitten in Elberfeld hat sich einiges getan. Mit großen Störsteinen, Inseln und Steinschüttungen am Ufer hat der Wupperverband das Flussbett abwechslungsreicher gestaltet. „So entsteht ein Wechsel aus schnell fließenden und ruhigen Bereichen. Dies sind gute Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen“, so der Wupperverband. „Nun können die Menschen ein weiteres Stück lebendige Wupper mitten in der Stadt beobachten und genießen.“ Ein zusätzlicher Hingucker im Fluss ist der Störstein „Biber“ des Künstlers Frank Breidenbruch, der von der Stadtsparkasse Wuppertal gestiftet wurde.

Mit diesem Wupperabschnitt ist ein weiterer Baustein bei der Umgestaltung der Wupper geschafft. Bis 2025 wollen die Stadt und der Wupperverband die 15 Kilometer des Stadtflusses entwickeln. Das Land NRW hat die naturnahe Gestaltung der Wupper in-Elberfeld mit einem Zuschuss von 80 Prozent gefördert. Das Projekt ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten Zustand für Flüsse und Bäche in ganz Europa erreichen will.