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Helge Lindh (SPD) als Müllwerker: „Der Job ist eben echt anstrengend“

Helge Lindh als Müllwerker : „Der Job ist eben echt anstrengend“

Volles Programm für Helge Lindh: Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete hat bei der AWG einen Praxistag absolviert und dabei mit angepackt.

Vor dem Start in den Alltag der Müllentsorgung stand am Betriebshof Klingelholl allerdings erst einmal die Sicherheit: Ausgestattet mit leuchtend orangefarbener Arbeitskleidung, Sicherheits- und Handschuhen, ließ sich der 43 Jahre alte Politiker kurz nach 6 Uhr die obligatorische UVV (Unfallverhütungsvorschriften) und die Corona-Präventionsmaßnahmen erklären. Nach der Vorstellungsrunde am Müllsammelfahrzeug von Manfred „Manni“ Murach und seinen beiden Ladern Robin Oberhoff und Dustin Pfeiffer ging es noch im Dunkeln ab nach Heckinghausen. Dort stand die Leerung von Restmülltonnen an.

„Die Jungs sind viel schneller als ich“, stellte Helge Lindh schon nach der ersten halben Stunde anerkennend fest und lachte: „Aber sie sind mir deshalb nicht böse.“ Knappe zwei Stunden und einen heftigen Regenguss später war die Tour durch, ebenso das T-Shirt des prominenten „Praktikanten“. Der nahm es gelassen: „Der Job ist eben echt anstrengend.“ Im Müllheizkraftwerk auf Korzert standen dann die Besichtigung der Kipphalle und des Müllbunkers auf dem Programm.

Danach ging es zur Wasserstoff-Infrastruktur am MHKW. Dort ließ sich Helge Lindh erklären, wie die AWG gemeinsam mit den WSW und dem Abfallwirtschaftsverband EKOCity aus Müll emissionsfreie Mobilität macht. Folgerichtig ließ er sich mit einem Wasserstoff-betriebenen Brennstoffzellen-Bus der WSW zur Schlackeaufbereitung am Fuß des MHKW fahren. Letzte Station des prall gefüllten Praxistages: der Recyclinghof auf Korzert. Dort nahm der 43-Jährige das Entsorgungsangebot der AWG für Privathaushalte in Augenschein: von der Grünschnitt- und Bauschutt-Annahme zum Sperrmüll bis hin zur Elektroschrott-Entsorgung.

Helge Lindh: „Bei der AWG arbeiten Menschen unterschiedlichster Herkunft. Wie die Kollegen einander hier bei der Arbeit unterstützen, habe ich noch nie erlebt und ist beispielhaft. So geht Gemeinschaft. Als Gesellschaft schulden wir denen, die bis zur körperlichen Erschöpfung unseren Müll entsorgen, viel mehr Dankbarkeit.“