„Alleine die Obdachlosigkeit hat sich in dieser Stadt in den letzten Jahren verdreifacht. 11.000 Wohnungen stehen leer, davon 4.000 seit über einem Jahr. Bei diesen Zahlen ist nicht nachvollziehbar, warum 10.000 Wohnungen auf dem Markt fehlen“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Plattform indymedia.org.
Gleichzeitig habe sich die Zahl der Übernachtungen „in Notunterkünften mit 65.000 Übernachtungen im vergangenen Jahr seit 2015 verzehnfacht“. Dass von einer 120-köpfigen „Obdachlosenszene“ gesprochen werde, sei „ganz so, als hätte sich jemand aus freien Stücken ausgesucht, eine Subkultur zu gründen. Die sei „an Zynismus und Gleichgültigkeit gegenüber Menschen in Not schwer zu überbieten“.
Außer den Menschen, „die dauerhaft auf der Straße leben müssen, gibt es noch 1.100 weitere, weit weniger sichtbare Menschen, welche auch ohne festen Wohnsitz leben, eher überleben, müssen. Am häufigsten sind davon junge Familien betroffen. Obendrauf fehlt es, wie auch sonst überall in diesem sogenannten Sozialstaat, auch noch massiv an Frauenhäusern, Kitas und Nachbarschaftsheimen.“