Das Inklusionsbüro ist vor Ort über den Infopoint am Eingang West erreichbar. Seit November 2025 arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen dort zusammen, und das auf einer großen Bürofläche. „Eine Terminvereinbarung ist erforderlich“, sagt Sandra Heinen (Leiterin des städtischen Inklusionsbüros). „Wir beobachten weiter, ob die Bürgerinnen und Bürger ihre Dienstleistungen in der Bundesbahndirektion gut erreichen können.“
Das Inklusionsbüro feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Auf wuppertal.de sind die Informationen des Sozialamtes nun in leichter Sprache verfügbar. Um weitere Dienstleistungen auf diese Weise zugänglich zu machen, haben die Expertinnen aus dem Inklusionsbüro die Kollegen aus der Verwaltung geschult.
Auch bei der Digitalisierung ist das Inklusionsbüro mit im Boot: Der Jahresbericht ist wieder ein barrierefreies PDF-Dokument, damit Screenreader und andere Assistenzprogramme ihn verarbeiten können.
Gleichzeitig treiben Digitalisierung und politische Partizipation die Service- und Entscheidungsprozesse voran. Für Digitalisierung und Barrierefreiheit bedeutet das: Die Gesamtverwaltung muss Offline-Themen stärker berücksichtigen, Aufklärung leisten, Angebote testen und umfassend beraten. „Immer noch bleibt es unumgänglich, dass Informationen, Anträge und Beratung vor Ort und in analoger Form erfolgen, damit niemand von existentiell wichtigen Leistungen ausgeschlossen wird“, erklärt Sandra Heinen.
„Damit Menschen sich von der Kommunalpolitik abgeholt fühlen, müssen sie gut informiert sein und mitgestalten können. Menschen mit Behinderung sind dabei weiterhin benachteiligt“, so Heinen weiter. Mit der Neuwahl des Beirates, Informationskampagnen über Wahlen und wählen gehen und weitere Stärkung der Experten in eigener Sache setzt sich das Inklusionsbüro für eine bessere Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Kommunalpolitik ein. Der Inklusionspreis 2025 wurde Initiativen verliehen, die die Teilhabe in der Politik bereits jetzt schon leben.
Für 2026 hat das Inklusionsbüro viel vor. „Junge Menschen mit Behinderung haben viel zu sagen, aber ihre Interessen wie barrierefrei und ohne Angst vor Ausschluss feiern zu gehen, werden selten berücksichtigt. Wir wollen uns mit der Bergischen Volkshochschule als niederschwellige Bildungsinstitution vernetzen und damit diesen Stimmen zur Beachtung verhelfen“, unterstreicht Heinen.
Eine neue Satzung für den Beirat der Menschen mit Behinderung soll darüber hinaus dafür sorgen, dass er mehr Einfluss gewinnt. Die Themen Bauen, Mobilität und Antidiskriminierung bleiben auch weiter auf der Agenda.