Barbara Kramer, Leiterin des Bereichs Bauen und Wohnen, spricht im Interview über die fokussierte Vortragsreihe rund ums Eigenheim.
Frau Kramer, der Immobilientag der Sparkasse Wuppertal hat eine jahrzehntelange Tradition. Was hat Sie zu dem Schritt bewogen, die Veranstaltung in diesem Jahr erstmals nicht mehr nach dem klassischen Messe-Prinzip zu organisieren?
Kramer: „Als bislang größte Fachveranstaltung in der Region ist der Immobilientag seit mehr als 40 Jahren ein fester Termin in unserem Veranstaltungskalender. Über die Beliebtheit freuen wir uns sehr: Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel knapp 1.300 Besucherinnen und Besucher gezählt. Zeitgleich stellen wir fest, dass sich die Bedürfnisse verändern. In Zeiten zunehmender Unsicherheiten geht es um Orientierung in Form gezielter Information. Menschen suchen klare Antworten und fundierte Expertise. Deshalb haben wir das Format weiterentwickelt: weg von der klassischen Messe hin zu einer kompakten Vortragsreihe mit klaren Schwerpunkten und Raum für Austausch.“
Bedeutet das, dass Ihr Angebot kleiner wird? Oder anders gefragt: Verlieren die Besucherinnen und Besucher damit etwas?
Kramer: „Wir sind überzeugt, dass unsere Gäste gewinnen. Statt Zeit ins Stöbern zu investieren auf großer Fläche mit vielen Ständen und dem charakteristischen Messetrubel, profitieren sie von einem kuratierten Fachprogramm mit fachlicher Tiefe. Unsere Vorträge sind thematisch klar strukturiert und verständlich aufbereitet. Interessierte erhalten konkrete Hinweise, wie sich zum Beispiel eine Bestandsimmobilie solide bewerten lässt, welche Fördermöglichkeiten es gibt und worauf es bei einer energetischen Sanierung ankommt. Indem wir unsere Ressourcen bündeln, machen wir noch mehr verwertbares Wissen zugänglich.“
Welche Themen erwarten Interessierte konkret in der neuen Vortragsreihe?
Kramer: „Unsere Themen sind an den Fragen ausgerichtet, die die Zielgruppen am Immobilienmarkt aktuell bewegen. Unter anderem sprechen wir über Finanzierung von Wohneigentum, über Förderprogramme und staatliche Unterstützung, über rechtliche Fragen beim Kauf, über Modernisierung, energetische Sanierung und Werterhalt von Immobilien. Die Inhalte sind allesamt praxisnah. Darauf haben wir großen Wert gelegt. Unsere Referentinnen und Referenten zeigen an Beispielen, welche Fehler sich vermeiden lassen und welche Entscheidungen langfristig sinnvoll sind.“
Sie legen den Fokus auf Wissensvermittlung. Welche Rolle spielt dabei die Expertise der Sparkasse selbst?
Kramer: „Als regional verwurzeltes Kreditinstitut mit Gemeinwohlauftrag begleiten wir Menschen seit vielen Jahrzehnten auf dem Weg ins eigene Zuhause. Zudem stehen wir ihnen in allen Fragen rund um Immobilien zur Seite. Diese Erfahrung bringen wir selbstverständlich auch in das neue Format ein. Unsere Fachleute kennen die typischen Fragen, Unsicherheiten und Stolpersteine genau. Gleichzeitig sind wir nah dran an aktuelle Markt- und Zinsentwicklungen sowie an gesetzlichen Veränderungen. Das heißt: Wir können nicht nur Grundlagen vermitteln, sondern auch einordnen, was neue Regelungen in der Praxis bedeuten.“
Der Immobilientag war traditionell auch ein Treffpunkt für viele externe Partnerinnen und Partner, etwa Handwerksbetriebe oder Dienstleistungsunternehmen. Welche Rolle kommt diesem Netzwerk jetzt zu?
Kramer: „Unser Netzwerk ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich und organisch gewachsen. Genau darauf greifen wir jetzt bei der Gestaltung der Vorträge zurück. Viele unserer langjährigen Partnerinnen und Partner sind als Referentinnen und Referenten oder mit Praxisbeispielen Teil des Programms. So verbinden wir unser eigenes Fachwissen mit der praktischen Erfahrung zum Beispiel von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Handwerk, Bau, Recht und Erneuerbare Energien. Damit bekommen Besucherinnen und Besucher Informationen aus erster Hand und können mögliche Fragen zu den präsentierten Inhalten unter anderem direkt an diejenigen stellen, die später die Umsetzung begleiten können.“
An wen richtet sich das Angebot – eher an Fachleute oder an Privatpersonen?
Kramer: „Unser Fokus liegt klar auf Privatpersonen: Menschen, die überlegen, Wohneigentum zu erwerben, und solche, die bereits eine Immobilie besitzen und diese werterhaltend und zukunftssicher gestalten wollen. Gleichzeitig sind regionale Akteurinnen und Akteure der Bau- und Immobilienbranche willkommen. Erfahrungsgemäß entsteht ein besonders wertvoller Austausch, wenn sich unterschiedliche Perspektiven begegnen.“
Was wünschen Sie sich für die Premiere des neuen Wissensforums?
Kramer: „Wir wünschen uns, dass die Gäste am Ende des Tages mit dem Gefühl nach Hause gehen: .Jetzt verstehe ich die Zusammenhänge besser. Ich weiß, welche Schritte für mich als Nächstes sinnvoll sind.‘ Der Immobilientag prägt unsere Region seit mehr als 40 Jahren. Darauf sind wir stolz. Mit der neuen Vortragsreihe knüpfen wir an diese Tradition an – in einer Form, die zur heutigen Zeit passt: überschaubar, dialogorientiert und konsequent auf Wissensgewinn ausgerichtet.
Wenn wir mit dem neuen Format dazu beitragen, Unsicherheiten zu reduzieren, zukunftsfähige Entscheidungen zu ermöglichen und die Menschen in der Region beim Thema Immobilie ein Stück zu begleiten, haben wir unser Ziel erreicht. Und natürlich freuen wir uns, wenn unser Forum die Marke ,Immobilientag‘ noch stärker macht, als sie bisher schon ist.“
Wie können sich Interessierte zum diesjährigen Immobilientag anmelden?
Kramer: „Wir arbeiten mit verbindlichen Anmeldungen, damit wir die Räume planen und genügend Zeit für die Inhalte einräumen können. Interessierte können sich ganz einfach über unsere Website oder in unseren Filialen anmelden. Online finden sie alle Themen, Termine sowie die Referentinnen und Referenten im Überblick.“
Bleibt der Immobilientag kostenfrei?
Kramer: „Unbedingt. Mit der Veranstaltung wollen wir Hürden abbauen und möglichst vielen Menschen den Zugang zu fundiertem Immobilienwissen ermöglichen.“